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Kiesen - Landi wird umgebaut

Wo einst Futter produziert und gelagert wurde, wird in Kiesen schon bald gewohnt. Die Landi baut für 2,1 Millionen Franken um.

Vor 22 Jahren fusionierten die Landi Kiesen und Wichtrach; 2000 wurde der Volg-Laden in Kiesen gebaut – und jetzt steht der nächste grosse Schritt an: «Wir wollen das Gebäude neu nutzen», erklärt Geschäftsführer Werner Stäheli. Will heissen: Der Laden im Erdgeschoss soll vergrössert werden; im ersten und zweiten Stock will die Landi vier Mietwohnungen (3½- und 4½-Zimmer) einbauen.

Das entsprechende Baugesuch ist publiziert. «Früher wurde in diesen Etagen Futter produziert und gelagert», berichtet Stäheli. «Später diente der erste Stock noch als Ladenfläche für Produkte rund um Haus und Garten.» Seit der Ladenvergrösserung 2007 liegt die Fläche in den beiden oberen Etagen des Gebäudes jedoch brach.

Wettbewerb 2007

2007 lancierte die Landi Wichtrach, welche Besitzerin der Liegenschaft in Kiesen ist, einen Architekturwettbewerb, mit dem Ziel, das Haus besser zu nutzen. «Dabei kristallisierte sich heraus, dass der Einbau von Wohnungen Sinn macht», sagt Werner Stäheli. Schliesslich obsiegte das Projekt von Messerli & Partner Architekten in Belp.

Nun werden in der ersten und zweiten Etage nicht nur neue Wohnungen mit einem neuen Treppenhaus gebaut. Der Volg-Laden im Erdgeschoss wird noch einmal von 160 auf 180 Quadratmeter Fläche vergrössert, der Schalter für einfache Bankgeschäfte im Laden wird aufgehoben und durch einen Bancomaten aussen am Gebäude ersetzt.

Zusätzlich wird die Lagerfläche im Erdgeschoss erweitert. «So haben wir dereinst alles, was zum Laden gehört, auf einer Etage», erklärt Stäheli. Die Kellerräume werden umgebaut und sollen von den Mietern der vier Wohnungen genutzt werden. Damit wird auch das Gemeinschaftskühllager aufgehoben. «Es war in den letzten Jahren immer weniger belegt», sagt Stäheli.

Land gekauft

Neben den anstehenden Bauarbeiten am Gebäude selber will die Landi auch rundum einiges ändern. «Wir müssen die Zu- und Durchfahrt bei der Tankstelle und die Parkplatzsituation verbessern», betont Werner Stäheli.

Deshalb hat die Landi Teile des benachbarten Bauernhauses mit dem an die Tankstelle angrenzenden Land gekauft; ebenso eine Parzelle hinter dem Hauptgebäude. «Am Bauernhaus machen wir nichts», versichert der Landi-Geschäftsführer. «Aber wir werden den Tankstellenbereich bereinigen – und hinter dem Haus Platz für Parkplätze schaffen.»

Insgesamt belaufen sich die Kosten für die Liegenschaftskäufe sowie die Projektierungs- und Bauarbeiten laut Werner Stäheli auf rund 2,1 Millionen Franken. Ziel ist, im August mit den ersten Arbeiten starten zu können.

Autor
Marco Zysset / Berner Zeitung BZ
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Erstellt: 22.07.2009
Geändert: 22.07.2009
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