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Kinderbetreuung in Worb: Kita Grendolin stockt auf

Da seit Einführung der Betreuungsgutscheine die Anmeldungen zunehmen, erweitert die Worber Kita Grendolin ihre Räume. Ab dem 1. November gibt es 12 neue Plätze.

Nicht gestellt, sondern genau so angetroffen: Mark Meyer und Martin Wyss beim Einrichten der neuen Räume. (Bilder: Anina Bundi)
Hier fehlen noch die Waren: Einkaufsladen inklusive Waage und antiker Registrierkasse.

Die Worber Kindertagesstätte (Kita) Grendolin hat im gleichen Gebäude wie bisher eine zusätzliche 4,5-Zimmer-Wohnung angemietet. 24 Kinder konnte die private Kita an der Bollstrasse 3 bisher pro Tag betreuen. Neu werden es 36 sein.

 

Seit die Gemeinde Worb im Sommer auf das System mit den Betreuungsgutscheinen umgestellt hat,  seien die Anfragen deutlich gestiegen, sagt Geschäftsleiter Mark Meyer. "Theoretisch hätten wir auch so genug Platz gehabt für die Bewilligung von 12 weiteren Plätzen. Aber da unsere Räume sehr gross sind, wäre der Betrieb mit 36 Kindern zu chaotisch geworden."

 

Mehr Platz für die grösseren Kinder

Mit der zusätzlichen Wohnung im 3. Stock können die Kinder aufgeteilt werden. So werden in Zukunft wohl vor allem die grösseren Kinder, die Kita bietet Betreuung an bis und mit Kindergartenalter, zu gewissen Zeiten separiert und können in den neuen Räumen ungestört spielen. Essen werden die Kinder weiterhin alle zusammen im Erdgeschoss.

 

Die Wohnung als Kita-Erweiterung wurde von der Gebäudeversicherung und vom Jugendamt bereits abgenommen. Nun wird sie eingerichtet. Dabei packen Geschäftsleiter Meyer und BereichsleiterMartin Wyss gleich selber an. Beim Besuch von BERN-OST wird ein ehemaliges Kajütenbett in ein Spielzelt umgebaut. In einem anderen Zimmer stehen ein noch leerer Verkaufsladen und Ständer mit Verchleiderlismaterial. Ab dem ersten November sind die neuen Räume bezugsbereit.

 

Aufgestockt wird auch das Personal: Zweieinhalb Vollzeitstellen werden dank der Vergrösserung neu geschaffen. Die Grendolin GmbH betreibt auch in Münsingen eine Kita. Da sie dort aber mit drei weiteren Kitas konkurrenziert, seien die Anfragen weniger deutlich gestiegen als in Worb, sagt Mark Meyer.

 

Wird es für die Gemeinde teurer?

Im alten System hatte die Gemeinde Worb ein bestimmtes Kontingent an Kita- und Tageseltern-Plätzen zur Verfügung gestellt. Die Kosten für die Gemeinde beliefen sich auf rund 320'000 Franken pro Jahr. Die subventionierten Kita-Plätze waren in Rüfenacht. Neu bekommen alle Eltern ab einem gewissen (gemeinsamen) Arbeitspensum und abhängig von ihrem Einkommen eine Verbilligung für einen Platz in einer Kita ihrer Wahl. Die Gutscheine werden zu 80% vom Kanton und zu 20 % von der Gemeinde finanziert.

 

Was die Umstellung finanziell für die Gemeinde bedeutet, sei schwer abzuschätzen, sagt Gemeinderätin Lenka Kölliker (FDP). Insgesamt erwarte die Gemeinde keinen oder nur einen leichten Anstieg der Kosten. "Auf jeden Fall ist das jetzige System fairer."


Autor*in
Anina Bundi, anina.bundi@bern-ost.ch
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Erstellt: 14.10.2020
Geändert: 15.10.2020
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