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Konolfingen - Kein Glühwein am Weihnachtsmärit

Die Organisator*innen des Konolfinger Weihnachtsmarkt halten an der Durchführung fest. Anstelle der geplanten "Foodzone" werden die Leute allerdings in den angrenzenden Gastrobetrieben verköstigt. Von den Aussteller*innen haben einige abgesagt, andere kommen dafür zum ersten Mal. Zum Beispiel mit den Früchten ihrer Lockdown-Beschäftigungen.

Weihnachtsmärit 2019: Solche Bilder wird es heuer nicht geben. (Bild: Archiv BERN-OST/Res Reinhard)

"Jetzt ist es klar", heisst es in der Mitteilung des OK Weihnachtsmarkt. In Konolfingen findet am 28. November der einzige Weihnachtsmarkt der Region statt. (BERN-OST berichtete.) Vorausgesetzt, Bund oder Kanton verschärfen nicht ihre Anti-Corona-Massnahmen. "Ich habe immer gesagt: Wenn es irgendwie machbar ist, ziehen wir es durch", sagt die Verantwortliche Hedy Gerber, Wirtin des Restaurants Bahnhöfli. 

 

Keine Selbstbedienung

Der Weihnachtsmarkt hat ein ausgeklügeltes Schutzkonzept. Nebst der Maskenpflicht gibt es eine definierte Laufrichtung. Ausserdem gilt an den Ständen: "Keine Selbstbedienung." Abgesagt ist die ursprünglich geplante, abgetrennte Foodzone. Stattdessen haben die umliegenden Gastrobetriebe ein Märit-Special im Angebot. Im Sternen gibt es Pommes Frites und Cordon Bleu, im Kreuz Rindszunge mit Kartoffelstock, im Bahnhöfli Bratwurst vom Grill, Erbsensuppe und Ghackets mit Hörndli.

 

Mit der Verschiebung der Festwirtschaften in die Beizen geht nicht nur verschiedenen Vereinen ein wichtiger Teil ihres Jahreseinkommens verloren, sondern auch etwas von der Geselligkeit, die einen Weihnachtsmarkt ausmacht. "Vielleicht bekommen dafür die Stände etwas mehr Aufmerksamkeit", versucht Hedy Gerber das Positive zu sehen.

 

Konolfinger Plätze sind gefragt

Einige Aussteller*innen hätten wegen des Virus abgesagt, erzählt sie. Dafür habe es diverse Neue. Da die meisten Märkte nicht stattfinden, sind die Standplätze in Konolfingen gefragter denn je. Auch hätten sich mehrere Leute gemeldet, die sich das Zuhausehocken während des Lockdowns im Frühling mit Handarbeiten vertrieben haben und diese Erzeugnisse jetzt verkaufen wollen.

 

"Ich freue mich sehr auf den Märit", sagt Hedy Gerber. "Das gehört doch zur Weihnachten. Sich begegnen, Geschenke kaufen." Gerade in Corona-Zeiten, wo die Versuchung, die Geschenke im Internet zu kaufen noch grösser sei. "Hier gibt es Gschänkli aus der Region."


Autor*in
Anina Bundi, anina.bundi@bern-ost.ch
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Erstellt: 18.11.2020
Geändert: 18.11.2020
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