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Konolfingen - Feuerwehrspritzen leben im Museum weiter

Anlässlich des 150-Jahr-Jubiläums des schweizerischen Feuerwehrverbandes, an dem rund 650 Feuerwehren schweizweit mitmachten, organisierte auch der Verein alter Bären einen attraktiven Anlass. Die 145-jährige Handdruckspritze von Ursellen wurde mit Pferden ins alte Feuerwehrmagazin Konolfingen-Dorf gezügelt.

Die restaurierte Handdruckspritze wird per Pferd ins Feuerwehrmagazin Konolfingen-Dorf gezügelt. (Bild: Willi Blaser)
Im Oberdorf angekommen.
145-jährige Druck- und Saug-Feuerwehrspritze ist bereit für den Einsatz.
Antritt der Mannschaft mit Arbeitsverteilung.
Jugendfeuerwehrler beherrscht das Wendrohr.
Wasser Marsch klappte ausgezeichnet.
Motorspritze Gysenstein 1929.

Die Sonderausstellung "Füürwehr" die momentan im Dorfmuseum Konolfingen zu sehen ist, passte optimal für den Verein alter Bären um auch am 150-Jahr-Jubiläum des Schweizerischen Feuerwehrverbandes mitzumachen. In Absprache mit der Feuerwehr Konolfingen (Konofire) stand die ehemalige Hand-Feuerwehrspritze am Jubiläums-Tag der offenen Türen beim neuen Konolfinger-Feuerwehrmagazin. Diese, eigentlich richtig zu bezeichnende Druck-Saug-Feuerspitze wurde im Vorfeld durch zwei ehemalige Feuerwehrleute restauriert. Voll funktionsfähig wurde die fahrbare Spritze mit Pferd und Wagen sowie Begleitung zu Fuss von Feuerwehrleuten in alten "Kutteli" und Helmen ins ehemalige Feuerwehrmagazin Konolfingen-Dorf gezügelt.

 

Wasser marsch…

Am Sonntag, 01. September war es dann soweit. Unter fachkundiger Anleitung wurde die Feuerwehrspritze vor dem Magazin in Betrieb genommen. Wie zu früheren Zeiten klappte dank der professionellen Restauration alles Bestens. Gegenüber den ersten Handfeuerwehrspritzen, die noch mit Wassereimern gefüllt werden mussten, wäre mit dieser Spritze das Ansaugen und Füllen des Wassertanks möglich gewesen. Dank dem Hydranten der unmittelbar beim Magazin steht, konnte der Wassertank so befüllt werden.  Mit Manneskraft wurde dann die Spritze bedient. So konnte der Rohrführer, ein Mitglied der Jugendfeuerwehr Konolfingen, den guten Wasserstrahl zielgerecht einsetzen.

 

Motorspritze Schenk steht nebenan

Mit der Schenk Motorspritze aus Gysenstein steht eine weitere Rarität im Magazin Konolfingen-Dorf. Die Feuerwehr Gysenstein wagte schon 1929 den Schritt in die Moderne. Damit waren die Gysensteiner weitum eine der ersten Feuerwehren, die eine Motorspritze beschafften. Zusammen mit einer weiteren Motorspritze der Marke Vogt (1948), die an der Kreuzstrasse ihren Dienst verrichtete, können alle drei Spritzen jeweils während den Öffnungszeiten oder bei vereinbarten Führungen des Museums besichtigt werden.

 

www.museum-alter-baeren.ch


Autor*in
Willi Blaser, Verein alter Bären
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Erstellt: 04.09.2019
Geändert: 04.09.2019
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