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Konolfingen - Samariter zeigten: Nur nichts tun ist falsch

Anlässlich der Sonderausstellung "Füürwehr", in der auch alle Blaulichtorganisationen einen Platz haben, zeigten am Sonntag die Mitglieder des Samaritervereins Konolfingen, wie wichtig die Erste Hilfe sein kann, und was es zu beachten gibt.

Britta Schüpbach zeigt das richtige Vorgehen. Der Einsatz des Defibrillators durfte geübt werden (Bild: Willi Blaser)

Zusammen mit der Feuerwehr ist der Samariterverein eine der Blaulichtorganisationen, die wertvolle Soforthilfe am Unfallort leisten. So hat auch der Samariterverein Konolfingen neben der Feuerwehr einen Platz in der Sonderausstellung im Dorfmuseum Konolfingen. Zum Abschluss der Ausstellungssaison 2019 zeigten Mitglieder des Samaritervereins, wie wichtig die Erste Hilfe sein kann, die auch gesetzlich als Pflicht verankert ist.

 

Nur nichts tun ist falsch

"Vom Gesetz her sind wir alle verpflichtet erste Hilfe zu leisten. Auch wenn wir nur die Nummer 144 alarmieren, ist das schon sehr wichtig", erklärt Eduard Schaffer, Präsident der Konolfinger Samariter. Zusammen mit seinen Mitgliedern zeigte er, wie aber sofort geholfen werden kann und wie relevant es ist. Ob nun bei einer bewusstlosen Person oder bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand, die ersten Schritte sind entscheidend. Eine bewusstlose Person, die noch atmet, soll in eine Seitenlage gelegt werden. Wenn die Person das Bewusstsein verloren hat, nicht mehr antwortet und nicht mehr atmet, handelt es sich mit grösster Sicherheit um einen Herz-Kreislauf-Stillstand. "Sofort die Nummer 144 anrufen. Es müssen aber auch sofort Reanimationsmassnahmen durchgeführt werden. Bei einem Herzstillstand ist die Zeit der entscheidendste Faktor. Bei jeder Minute, die verstreicht, sinkt die Überlebenschance des Patienten. Sofort muss mit der Herzdruckmassage begonnen werden", sagte Schaffer. Wie das geht und was es zu beachten gibt, zeigten die Samariter.

 

Die Lebensretter Defibrillatoren sind vorhanden

Auch der Einsatz des vielfach lebensrettenden Defibrillators wurde demonstriert. Vielerorts sind diese Lebensretter vorhanden und können genutzt werden. "Die Benutzungsanleitung der für den öffentlichen Raum entwickelten Defibrillatoren sagt uns, wie vorzugehen ist. So können wir in den ersten kritischen Minuten bis zum Eintreffen professioneller Hilfe lebensrettende Massnahmen durchführen. Die Defibrillatoren arbeiten automatisch und können von jedermann bedient werden. Mit der Befolgung der Ansagen kann also nichts schiefgehen. Auch gibt es keine Schockauslösung, wenn das Herz noch rhythmisch schlägt oder wenn das Gerät gar keine Herztätigkeit mehr feststellt. Der Defi wird nur einen Stromschlag ausführen, wenn ein sogenanntes Herzkammerflimmern vorhanden ist", erklärt Britta Schüpbach.

 

Mit der Demonstration alleine war es nicht getan. Die Besucher durften selber am Dummy üben und die richtigen vorgegebenen Schritte mit der Herzdruckmassage und dem Defibrillator ausführen. "Auch wenn nicht so viele Besucher die Gelegenheit genutzt haben, alle die da waren, waren sehr interessiert und machten gut mit", freute sich Britta Schüpbach, die technische Beraterin des Samariterverein Konolfingen.


Autor*in
Willi Blaser / Verein alter Bären
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Erstellt: 19.11.2019
Geändert: 19.11.2019
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