• Aus- und Weiterbildung

Kurs: Der Geistige Lebensquell im "Isenheimer Altar" und in den "Geistlichen Liedern" des Novalis

Walkringen
Rüttihubelbad
08.11.2019 bis 10.11.2019
17:00

Echte Geistesschätze der Kunstgeschichte wie der „Isenheimer Altar“ des Matthias Grünewald oder die „Geistlichen Lieder“ des Novalis bieten nicht nur Freuden für die Sinne sondern vermögen neben dem Spenden von Zuversicht und Vertrauen auch einen wahren Lebensbronn darzustellen. Der 1515 von Matthias Grünewald fertig gestellte Klappaltar zeigte je nach Festeszeit unterschiedliche Schauseiten, wobei den um Linderung an dem durch das Mutterkorn verursachten „Antoniusfeuer“ bittenden erkrankten Pilgern das ganze Jahr über dem jeweiligen Kultus entsprechend entweder die zweite Schauseite von der „Verkündigung“ bis zur „Auferstehung“ oder aber die die „Kreuzigung“ darstellende erste Schauseite des geschlossenen Altares zur erbaulich-heilenden Anschauung geboten wurde. Die nur an einem einzigen Tag des Jahres sichtbar gewesene innerste Schauseite umfasst hingegen sowohl das sogenannte „Gespräch zwischen Paulus und Antonius“ als auch die „Versuchung des Antonius“ und weist gewissermaßen auf eine mit dem Maler selbst verbundene okkulte Dimension hin. Unsere Betrachtungen werden ergeben, dass es sich bei dem „Gespräch“ um die vorerst verborgene Darstellung einer Einweihung und bei der „Versuchung“ um ein sich daran anschließendes erlebtes Geistesschauen der drei Tiere aus dem Abgrund an der Schwelle zur geistigen Welt handelt. Als ein Mitglied der alten Bauhütten und somit in die Hüttenweisheit eingeweiht war der Maler mit der damaligen Rosenkreuzerströmung eng verbunden und durchaus ein okkult sowie alchemisch Wissender. Einige der gemalten Motive müssen geradezu als Darstellungen vom Maler selbst erlebter Realvisionen bezeichnet werden. Aber auch in der Dichtung sind solche „Wunderwerke“ zu finden, beispielsweise in den Versen der „Geistlichen Lieder“ des Novalis. Vor allem unter geisteswissenschaftlicher Berücksichtigung der besonderen Individualität des Novalis können diese Verse Geistesdimensionen eröffnen, die weit über das hinausgehen, was künstlerischer Genuss dem Menschen üblicherweise zu geben vermag. Denn neben der vollendeten Sprachkunst zeichnet sich diese Dichtung vor allem dadurch aus, dass darin auch ein wahrer Lebensschatz verborgen liegt, der deutlich vernehmbar zu den tiefsten Geistesschichten des Menschen spricht und darauf wartet, gehoben zu werden. Auch wenn diese beiden Meisterwerke auf Grund ihres künstlerischen Wertes zu Recht hervorragende Stellungen im Pantheon der Kunst einnehmen, ihre wahre Dimension und eigentliche Tragweite erschließt sich nur durch die Anthroposophie. Sowohl die Bildbetrachtung als auch die Textbearbeitung werden uns Zugänge zu deren tieferen Gehalt und christlich-esoterischen Vermächtnis eröffnen.

 

Freitag,
08. November, 2019
Beginn: 17:00 Uhr

Sonntag,
10. November, 2019
Ende: 14:00 Uhr

 

15:30 Uhr Carte Blanche

Vortrag und Gespräch mit Manfred Gödrich

Dieses Modul ist sowohl für Kursteilnehmende (im Kurspreis inbegriffen) als auch für weitere Gäste gedacht.

Einzeleintritt CHF 20.00


Kontakt

Erato Kulturbüro Bart Léon van Doorn
Neuhausmattweg 3
3512 Walkringen
T: 078 661 55 02

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Erstellt: 04.12.2018
Geändert: 04.12.2018
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