ZAK Seniorenstamm

Leidenschaft, die trägt bis nach der Pension

Mit persönlichen Erzählungen aus seinem Leben zeigte Bernhard Joss aus Niedergysenstein am Januarstamm von ZAK, wie Passion, Freude und Engagement am Beruf weit über das Pensionsalter hinaus erhalten bleiben können. Die 34 anwesenden Besucherinnen und Besucher folgten seinen Ausführungen mit grossem Interesse.

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Wo käme man hin, wenn alle sagten, wo kämen wir hin, und niemand ginge um einmal zu schauen, wohin man käme, wenn man ginge.

Mit diesem Zitat von Kurt Marti begann Bernhard Joss die Schilderungen seines persönlichen und beruflichen Werdegangs.

 

Schicksalsschlag überwinden

Als 23-Jähriger – nach der Ausbildung zum Landwirt und einem halbjährigen Aufenthalt in Israel - hat er sich auf den Weg gemacht. Zuerst musste er den persönlichen Stillstand, ausgelöst durch den Suizid seines Vaters, überwinden. Mit seiner Mutter zusammen hat er den elterlichen Hof weiter- geführt. Ab 1982 übernahm er den Betrieb in der 10. Generation, um zu schauen wo er selbst hingeht und hinkommt.

 

Weiterbildung und Bildung

Mit den Weiterbildungen im kaufmännischen Bereich, zum Betriebsleiter, Meisterbauer und Prüfungsexperten legte er eine solide Grundlage, um den Betrieb umsichtig und erfolgreich zu führen. Von Seiten seiner Frau und seiner Familie wurde er tatkräftig unterstützt. Mit seiner Frau Esther Joss und seinen drei Kindern fühlt er sich eng verbunden und freu

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Achtsamkeit

Sorgsamer Umgang mit Menschen, Tieren und Pflanzen sind für den erdverbundenen Bauern zentral. Als engagierter und leidenschaftlicher Ausbildner hat er 34 Lernende erfolgreich zu LandwirtInnen ausgebildet, den Betrieb zeitgemäss renoviert und umgebaut, hat Ackerbau und eine erfolgreiche Viehzucht mit Hochleistungskühen betrieben.

 

Hofübergabe

Umsichtig begann Bernhard Joss schon früh seine Altersvorsorge und die Hofübergabe an seine Tochter Rahel, diplomierte Landwirtin und Absolventin der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften BFH-HAFL, zu planen. Gut begleitet von einem Coach erfolgte 2018 die Hofübernahme der Tochter Rahel in der 11. Generation.

 

Die Umstellung in einem 1. Schritt auf Bioproduktion und einem 2. Schritt auf das Label Demeter mit Milchproduktion, Urdinkelanbau und der Weiterführung der Weihnachtsbaumplantagen, unterstützt er als Vater vollkommen. Er arbeitet nun, von seiner Tochter zu 60% angestellt, engagiert im Betrieb mit. Seine grosse Erfahrung, sein Wissen und seine Sensibilität darf er bei der Weiterführung des Hofes einbringen. Seine Erzählform ist immer ein stolzes WIR und macht deutlich, wie sehr er sich über die gelungene Hofübernahme freut, obschon diese Umstellungen grosse Herausforderungen für alle bedeuteten.

 

Mit viel Begeisterung und Überzeugung schildert er, wie seiner Tochter mit viel Umsicht und Wissen die Rinderzucht von Hochleistungskühen hin zu den kleinen, robusten Vollweidekühen gelungen ist. Das saisonale Abkalben, die Kälber kommen alle zwischen Februar und März auf die Welt und das Melken mit dem Hightech Roboter ist für den Betrieb eine grosse Erleichterung. Er stellt klar fest, dass diese Form von Landwirtschaft für ihren Gysihof die geeignetste und beste sei.

 

Witz und Schalk

Bernhard Joss erzählt mit Witz und Schalk aus seinem Leben und Werdegang als Landwirt und seiner persönlichen Entwicklung. Seine Ausführungen dokumentierte er mit einem alten, bis heute nachgeführten Familienstammbaum und treffend gewählten, schönen Fotografien aus seinem Leben. Besonders begeisterten die Besucher die Familienbilder und die, für die Ruhe im Stall sprechenden Bilder von Kühen mit ihren Kälbern.

 

Zum Schluss wurden alle BesucherInnen mit dem Geschenk eines Bio Demeter Rahmkäsleins überrascht.


Autor:in
Ruth Meinen-Scholl (ZAK)
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Erstellt: 14.01.2026
Geändert: 14.01.2026
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