Lions verlieren erste Halbfinalpartie gegen Unihockey Emme knapp mit 7:6
Der Auftakt in das Halbfinal-Derby gegen Unihockey Emme misslingt den Konolfingern. In einer spannenden und körperbetonten Partie setzt sich das Heimteam durch.
Nachdem der UHC Lions Konolfingen die Viertelfinalserie gegen Corcelles Cormondrèche siegreich gestalten konnte und sich ein Wochenende Pause verdient hatte, stand nun mit Unihockey Emme im Halbfinal ein anderes Kaliber gegenüber. Zahlreiche Zuschauende fanden – trotz des Freitags-Spiel – den Weg in die BOE. Für das Derby war dementsprechend angerichtet.
Die Mannschaften starteten beide etwas zögerlich in die Partie und tasteten sich vorab etwas ab. Grosse Torchancen blieben zu Beginn noch aus, dass das Spiel jedoch körperbetont geführt werden würde, war schon zu diesem Zeitpunkt zu sehen. Bei Drittelshälfte war es Steck, welcher Sigrist lancierte, dieser fackelte nicht lange und beförderte den Ball mit einem Distanzschuss erstmals in die Maschen des Heimteams. Kurze Zeit später musste Ris R. auf der Strafbank Platz nehmen, das Unterzahlspiel der Gäste funktionierte jedoch. In der 18. Spielminute schaltete Emme nach einem Angriff der Konolfinger blitzschnell um, der Konter resultierte im Ausgleichstreffer. Keine Zeigerumdrehung später musste auch Emme das erste Mal in Unterzahl agieren. Das Powerplay der Lions installierte sich in der Hälfte des Heimteams und konnte sich Chancen erarbeiten. Ein Schuss von Hofer traf jedoch nur die Querlatte. Nach einem schnellen Auswurf des Torwarts waren es aber auf einmal die Emmentaler, welche alleine vor Rothenbühler auftauchten und den Shorthander erzielen konnten. Vier Sekunden vor Drittelsende konnte Schlüchter vor dem Tor aber nur noch regelwidrig gestoppt werden, was in einer zweiten Strafe für Emmen resultierte. Das bedeutete sieben Sekunden doppelte Überzahl für das Gästeteam. Dies konnte jedoch nicht mehr ausgenutzt werden und die Teams verabschiedeten sich nach ansprechender Darbietung das erste Mal in die Pause.
Das Powerplay der Konolfinger vermochte auch nach der Pause nichts Zählbares herbeizuführen. Im Anschluss war auffällig, dass Emme Mühe hatte, sich spielerisch einen Weg vor das Tor der Konolfinger zu bahnen. Auf der anderen Seite konnten die Lions ihre Chancen nicht wunschgemäss nutzen. In der 29. Spielminute war es Emme, welche das 3:1 erzielen konnte. Da kam den Konolfinger die erneute Möglichkeit, mit einem Mann mehr agieren zu können, gerade recht. Dieses Mal funktionierte das Überzahlspiel. Niederhauser auf Pass von Schlüchter erzielte den Anschlusstreffer sehenswert von hinter dem Tor. Nach dem Tor fehlte bei den Konolfinger offenbar die Konzentration. Im Handumdrehen musste wiederum ein Treffer von Emme hingenommen werden. Der Zwei-Tore-Vorsprung war damit bei Spielhälfte wiederhergestellt. In dieser Phase des Spiels konnten sich die Torhüter auf beiden Seiten auszeichnen und Gelegenheiten neutralisieren. In der 38. Spielminute trugen für einmal die Konolfinger einen Konter vor. Schlüchter bahnte sich einen Weg durch die Mitte und spielte Schinkelshoek an, welcher den Ball in der nahen Ecke unterbrachte. Mit dem Zwischenstand von 4:3 ging es sodann in die zweite Pause.
Die Lions kamen engagiert aus der zweiten Pause. In der 45 Spielminute konnte Schlüchter auf Pass von Schinkelshoek den langersehnten Ausgleichstreffer erzielen. Nur zwei Minuten später wurde Steck vor dem Tor regelwidrig gestoppt – Penalty. Der Gefoulte lief gleich selbst an und brachte den Ball eiskalt im Tor der Heimteams unter. Die Konolfinger waren wieder in Führung. Solidarisch verteidigte man das Tor rund um Rothenbühler, welcher bei Bedarf aber auch selbst spektakulär eingriff und die Chancen von Emme zunichte machte. In der 49 Spielminute war es dann ein Konolfinger, welcher das nächste Tor erzielen konnte – leider auf der falschen Seite. Ein Ball prallte unglücklich ab und so war der Ausgleichstreffer ein Eigentor. Das Spiel war auf Messers Schneide, beide Seiten kamen zu Chancen. Doch Fortuna schien an diesem Abend eher auf Seite des Heimteams eingreifen zu wollen. Mit einem Doppelschlag in der 53 Spielminute konnte Emme um zwei Längen davonziehen. Die Konolfinger mussten nun alles nach vorne werfen, Emme war praktisch nur noch mit Verteidigen beschäftigt. Drei Minuten vor Ende, konnte das Heimteam die Angriffsbemühungen der Konolfinger nur noch mit nicht-regelkonformer Mittel unterbinden, was in einer Bandstrafe für Emme resultierte. Die Konolfinger ersetzten den Torhüter durch einen sechsten Feldspieler. Dieses Powerplay konnte jedoch nicht mehr genutzt werden, obwohl böse Zungen behaupten, dass ein «Buebetrickli» wohl den Weg über die Torlinie gefunden hatte, was die Schiedsrichter aber nicht gesehen haben. Vierzig Sekunden vor Ende erzielte Hofer den langersehnten Anschlusstreffer. Dieser kam jedoch zu spät. Ein erneuter Ausgleichstreffer blieb aus und Emme gewinnt knapp mit 7:6.
Am Sonntag, 1. März 2026, steht jedoch bereits die zweite Partie dieser Halbfinalserie an. In der heimischen SLM-Arena beginnt das Spiel um 19:30 Uhr. Der UHC Lions Konolfingen freut sich auf zahlreiche Zuschauer.
Unihockey Emme - Lions Konolfingen 7:6 (2:1, 2:2, 3:3)
Ballsporthalle Oberemmental (BOE), Zollbrück. 244 Zuschauer. SR Bigler/Jufer.
Tore: 12. T. Sigrist (J. Steck) 0:1. 18. D. Lehmann (N. Rüegsegger) 1:1. 20. M. Wüthrich (S. Stucki) 2:1. 29. A. Althaus (R. Zysset) 3:1. 30. L. Niederhauser (S. Schlüchter) 3:2. 31. J. Wittwer (M. Fankhauser) 4:2. 38. F. Schinkelshoek (S. Schlüchter) 4:3. 45. S. Schlüchter (F. Schinkelshoek) 4:4. 47. J. Steck 4:5. 49. (Eigentor) 5:5. 52. M. Fankhauser (R. Zysset) 6:5. 53. F. Stettler (F. Čonka-Skyba) 7:5. 60. S. Hofer (S. Schlüchter) 7:6.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Unihockey Emme. 1mal 2 Minuten gegen Lions Konolfingen.