Elena Zink-Zaugg (EVP)

«Lösungsorientiert, sozial und progressiv-konservativ»

Ende März wählen wir den Berner Grossrat neu. Allein aus der Region Bern-Ost bewerben sich 155 Männer und Frauen um einen der insgesamt 160 Sitze. Bei uns stellen sich von jeder Partei eine Kandidatin und ein Kandidat aus der Region vor. Heute EVP-Gemeinderätin Elena Zink-Zaugg aus Grosshöchstetten.

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Elena Zink-Zaugg, EVP-Kandidatin aus Grosshöchstetten. (Foto: zvg)

Name: Zink-Zaugg Elena

Alter: 32

Wohnort: Grosshöchstetten

Beruf: Sozialarbeiterin BSc

Arbeitgeber: Gemeinde Grosshöchstetten

Familienstand/Kinder: verheiratet, 1 Kind

Bisherige politische Ämter: Gemeinderätin öffentliche Sicherheit seit 2022

 

Wie wurden Sie politisiert, was ist Ihre früheste Erinnerung an Politik?

Ich wurde während meines ersten Freiwilligeneinsatzes in China, mit Kindern, die an einer körperlichen oder geistigen Behinderung litten, politisiert. Ich sah die sozialen Missstände, erfuhr von den Mitarbeitenden, was staatliche Kontrolle und fehlende Meinungs- und Glaubensfreiheit im Alltag bedeuten. Und ich verstand, dass unsere direkte Demokratie ein wertvolles und sinnvolles politisches System ist, das es zu erhalten gilt.

 

Warum sind Sie bei der EVP gelandet?

In China habe ich mich entschieden, nach der Rückkehr in die Schweiz der EVP beizutreten. Sie vertritt christliche Grundwerte, auf der unsere Gesellschaft wie auch viele soziale Institutionen gründen. In der Präambel unserer Bundesverfassung steht: «Die Stärke des Volkes misst sich am Wohl der Schwachen.» Dafür setzt sich auch die EVP seit langem ein.

 

Welche drei Begriffe beschreiben Ihre politische Haltung am besten?

Lösungsorientiert, sozial, progressiv-konservativ.

 

In welchem Politikbereich sehen Sie im Kanton Bern den dringendsten Handlungsbedarf?

Als Ressortvorsteherin öffentliche Sicherheit sehe ich Handlungsbedarf im Bereich der inneren Sicherheit. Gewaltdelikte nehmen stetig zu, was durch den Kanton angegangen werden muss. Auch im Umgang mit unbewilligten Demonstrationen, Hooligans und der steigenden Gewaltbereitschaft gegenüber der Polizei besteht Handlungsbedarf.

 

Soll die Schweiz Waffen in die Ukraine liefern?

Nein. Die Schweiz ist ein neutrales Land. Gemäss Neutralitätsrecht gehört zu den Pflichten eines neutralen Staates, dass wir uns der Teilnahme an Kriegen enthalten und alle Kriegsparteien mit Exporten von Rüstungsgütern gleich behandeln. Darum unterstütze ich auch das laufende Referendum gegen die Lockerung für Kriegsmaterialexporte.

 

Wie stehen Sie zum Thema Tempo 30 innerorts?

Eine Reduktion von Tempo 50 auf Tempo 30-Zonen ist besonders in Quartierstrassen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und Aufenthaltsqualität zielführend. Auf verkehrsorientierten Strassen (meist Kantonsstrassen) kann eine Temporeduktion auf einzelnen Abschnitten sinnvoll sein, wenn die Strassen zu eng sind, um diese soweit ausbauen zu können, dass ein sicheres Nebeneinander aller Verkehrsteilnehmenden möglich wird.

 

Was können Sie, das niemand von Ihnen denken würde?

Gut töggele.

 

Was ist das Wildeste, was Sie je gemacht haben?

Ohne wesentliche Sprachkenntnisse mit 19 Jahren alleine für drei Monate nach China, um in einer Organisation für Menschen mit Behinderung zu arbeiten.

 

Welches Lied können Sie auswendig?

Das Gutenachtlied meines Sohnes.

 

Was war als Kind Ihr Traumberuf?

Da ich eine vielseitig interessierte Person bin, gab es in meiner Kindheit auch verschiedene Ideen vom Traumberuf, wie beispielsweise Botschafterin, Polizistin, Agronomin bis hin zur Falknerin.


Autor:in
Redaktion, info@bern-ost.ch
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Erstellt: 04.02.2026
Geändert: 04.02.2026
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