Schertenleib Andreas (EDU)

«Man würde es mir nicht zutrauen»

Ende März wählen wir den Berner Grossrat neu. Allein aus der Region Bern-Ost bewerben sich 155 Männer und Frauen um einen der insgesamt 160 Sitze. Bei uns stellen sich von jeder Partei eine Kandidatin und ein Kandidat aus der Region vor. Heute EDU-Parteipräsident Andreas Schertenleib aus Vechigen.

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Name: Schertenleib Andreas

Alter: 37

Wohnort: Dentenberg (Gemeinde Vechigen)

Beruf: Landwirt

Arbeitgeber: Selbständig

Familienstand/Kinder: Verheiratet, 3 Kinder

Bisherige politische Ämter: Parteipräsident EDU Mittelland Nord, Geschäftsleitungsmitglied EDU Schweiz (2017-2021), Vorstand EDU Worb

 

Wie wurden Sie politisiert, was ist Ihre früheste Erinnerung an Politik?

Bereits während meiner Schulzeit begann mein Interesse an politischen Themen zu wachsen. Besonders prägend war für mich, als wir im Unterricht gemeinsam die Bundesratswahlen verfolgten. Von da an habe ich begonnen, mich intensiver mit aktuellen politischen Entwicklungen zu beschäftigen.

 

Warum sind Sie bei der EDU gelandet? 

Aufgrund meines christlichen Hintergrunds war es für mich naheliegend, mich der EDU anzuschließen. Die Werte und Überzeugungen dieser Partei decken sich stark mit meinen eigenen, was mir besonders wichtig ist. Als Landwirt fühle ich mich zudem besonders angesprochen, da die EDU die Anliegen der Landwirtschaft ernst nimmt.

  

Welche drei Begriffe beschreiben Ihre politische Haltung am besten?

Meine politische Haltung lässt sich am treffendsten mit den drei Begriffen gradlinig, ehrlich und konservativ zusammenfassen.

 

In welchem Politikbereich sehen Sie im Kanton Bern den dringendsten Handlungsbedarf?

Meiner Ansicht nach besteht im Kanton Bern insbesondere in drei Bereichen dringender Handlungsbedarf. Erstens sollte der Abbau von Bürokratie vorangetrieben werden. Zweitens sind die Finanzen ein zentrales Thema: Ein verantwortungsvoller Umgang mit den finanziellen Mitteln des Kantons ist essenziell. Drittens ist mir die Stärkung des ländlichen Raums besonders wichtig.

 

Soll die Schweiz Waffen in die Ukraine liefern?

Die Schweiz ist ein neutraler Staat und pflegt diese Neutralität seit langem mit großer Konsequenz. Aus diesem Grund spreche ich mich klar dagegen aus, dass die Schweiz Waffen an die Ukraine liefert. Diese Haltung gilt auch für andere Konflikte in der Welt.

 

Wie stehen Sie zum Thema Tempo 30 innerorts?

Grundsätzlich stehe ich Tempo 30 innerorts eher kritisch gegenüber und bin der Meinung, dass eine generelle Einführung nicht sinnvoll ist. Es gibt jedoch bestimmte Situationen, in denen Tempo 30 durchaus angebracht ist. Besonders in der Nähe von Schulen oder anderen sensiblen Bereichen kann eine Temporeduktion zur Erhöhung der Sicherheit beitragen und ist daher sinnvoll.

 

Was können Sie, dass niemand von Ihnen denken würde?

Viele Menschen wissen gar nicht, dass ich nach der Schule eine Ausbildung als Koch abgeschlossen habe. Kochen ist eine Fähigkeit, die man mir wahrscheinlich nicht zutrauen würde. Da diese Ausbildung schon eine Weile zurückliegt und ich mich später beruflich anders orientiert habe, ist dies heute kaum noch bekannt.

 

Was ist das Wildeste, was Sie je gemacht haben?

Da bin ich wohl ein Langweiler. Ich habe weder Bungee-Jumping gemacht noch habe ich allein den Amazonas durchforscht….

  

Welches Lied können Sie auswendig?

Ich kann das Lied „Rosmarie“ von Heimweh sowie die Schweizer Nationalhymne auswendig. Ansonsten sieht es düster aus😊

 

Was war als Kind Ihr Traumberuf?

Sportreporter


Autor:in
Redaktion, info@bern-ost.ch
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Erstellt: 03.03.2026
Geändert: 03.03.2026
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