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Maxi-Laden Oberdiessbach: Neuer Mieter, neuer Käse

Seit Ende letzten Jahres war die Milchgenossenschaft Oberdiessbach auf der Suche nach einem neuen Betreiber für den von Bauern wie der Dorfbevölkerung geschätzten Maxi-Laden. Mit Erfolg: Im Sommer wird Käsermeister Hans Hofer aus Heimenschwand den Laden übernehmen.

Ab 1. Juli in neuen Händen: Der Laden der Milchgenossenschaft Oberdiessbach wird neu von der Käserfamilie Hofer aus Heimenschwand betrieben werden. (Bild: Archiv BERN-OST)

„Uns fällt ein Stein vom Herzen“, sagt Milchgenossenschaftspräsident Niklaus Hofer, der zwischenzeitlich um das Weiterbestehen des Ladens bangte. Die Bauern und die Dorfbevölkerung seien froh, dass es weitergehe und nicht auch dieser Oberdiessbacher Laden noch schliesse. „Das kleine Lädeli läuft ja wirklich gut“, sagt er.

 

Weg vom Emmentaler, hin zu den Spezialitäten

Der jetzige Betreiber Jakob Siegenthaler gibt den Laden gesundheitshalber ab. Am 1. Juli geht letzterer in die Hände von Hans Hofer über. Wegen der Neuausrichtung der Käsereigenossenschaft Heimenschwand mit Konzentration auf die Chäsi Dorf kommt es in Hofers Chäsi Scheidweg zu Veränderungen. „Ab dem 1. Mai werden wir keinen Emmentaler mehr produzieren und die Milch wird nur noch in der Chäsi Dorf angenommen“, sagt Hofer. Zuvor war er Milchkäufer – und die Chäsi Scheidweg wurde 2016 als Top Ten Emmentaler-Käserei 2015 ausgezeichnet.

 

Ihm bleibt nun die Produktion der eigenen Spezialitäten und das Lädeli der Chäsi Scheidweg. „Dieses allein reicht nicht, deshalb haben wir uns entschlossen, den Laden in Oberdiessbach zu übernehmen“, sagt er. Darüberhinaus sucht er zusätzliche Wiederverkaufsstellen.

 

Eigene Milchprodukte im Sortiment

In Oberdiessbach wird Hofer Pastmilch, Joghurt, Quark, Käse und Käseplatten aus eigener Produktion anbieten. Dazu brauche es selbstverständlich auch noch andere Produkte. „Wir werden die weitere Zusammenarbeit mit Maxi prüfen, ansonsten gibt es noch andere Partnerschaften“, sagt Hofer. Die Ladenöffnungszeiten sieht er künftig im jetzigen Rahmen.

 

Hofer wird in Oberdiessbach auch hinter der Verkaufstheke stehen, gemeinsam mit seiner Frau Silvia und der Tochter. In der Produktion in Heimenschwand ist auch der Sohn tätig.

 

Läuft es weiter so gut wie jetzt?

„Ich hoffe, es laufe dann, wie sie es erzählen“, sagt Hofer auf den Hinweis, dass der Laden offenbar beliebt ist. Die Leute würden am Laden hängen. „Es ist aber ein Quartierladen“, relativiert er und fügt an: „Z Ziu isch scho, das me de di Oberdiessbacher härebringt.“


Autor*in
Isabelle berger, isabelle.berger@bern-ost.ch
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Erstellt: 05.04.2020
Geändert: 05.04.2020
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