Mehr Mitsprache, mehr Flexibilität
Die Worber Stimmberechtigten haben am Sonntag beide kommunalen Abstimmungsvorlagen deutlich angenommen. Sowohl die Einführung einer Stellvertretung im Parlament als auch die Schaffung eines Jugendvorstosses fanden bei rund 72 Prozent der Stimmenden Zustimmung.
Die Resultate fallen bemerkenswert deutlich aus. Die Vorlage zur Stellvertretung im Parlament wurde mit 2970 Ja- gegen 1155 Nein-Stimmen angenommen. Fast identisch fiel das Ergebnis bei der Einführung des Jugendvorstosses aus: 2983 Stimmberechtigte sagten Ja, 1151 Nein.
Damit erhalten sowohl das Gemeindeparlament als auch die jüngere Generation neue Möglichkeiten der politischen Mitwirkung.
Parlamentssitze sollen nicht leer bleiben
Mit der Annahme der ersten Vorlage können sich Mitglieder des Parlamentes künftig unter bestimmten Voraussetzungen während einer begrenzten Zeit vertreten lassen. Hintergrund ist der Wunsch, das politische Engagement besser mit Beruf, Familie, Ausbildung, Militärdienst oder gesundheitlichen Einschränkungen vereinbaren zu können. Das Parlament hatte die Vorlage zuvor deutlich unterstützt.
Die Befürworter:innen argumentierten, dass dadurch Sitze im Parlament auch bei längeren Abwesenheiten aktiv wahrgenommen werden können. Gleichzeitig soll das Amt für Menschen attraktiver werden, die sich zwar politisch engagieren möchten, aber nicht immer an jeder Sitzung teilnehmen können.
Junge erhalten ein neues politisches Instrument
Ebenfalls deutlich angenommen wurde die Einführung eines Jugendvorstosses. Damit erhalten Kinder und Jugendliche in Worb künftig eine offizielle Möglichkeit, Anliegen und Ideen in die Politik einzubringen. Ziel ist es, die politische Beteiligung junger Menschen zu stärken und ihnen den Zugang zu den politischen Prozessen der Gemeinde zu erleichtern.
Die neue Regelung schafft damit einen direkten Kanal zwischen der jüngeren Generation und den politischen Behörden.
Klare Zustimmung zu beiden Reformen
Auffällig ist die grosse Übereinstimmung bei den beiden Resultaten. Beide Vorlagen erreichten praktisch denselben Ja-Anteil von rund 72 Prozent. Das deutet darauf hin, dass die Stimmberechtigten die vorgeschlagenen Änderungen breit mittragen.
Während die eine Vorlage auf mehr Flexibilität im parlamentarischen Alltag abzielt, soll die andere zusätzliche Mitsprachemöglichkeiten für junge Menschen schaffen. Gemeinsam verfolgen beide Reformen das Ziel, die politische Beteiligung in Worb zu erleichtern und zu erweitern.
Die Stimmbeteiligung betrug 53,7 Prozent.