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Obere Belpau - Mitwirkung mehrheitlich positiv

Die Mitwirkung zum Wasserbauplan Obere Belpau ist abgeschlossen. Insgesamt gingen 45 Eingaben ein. Zwei Drittel seien in der Tendenz positiv, ein Drittel eher skeptisch, so die Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion.

Blick aareaufwärts mit der Hunzigenbrücke im Vordergrund. Rechts: Waldgebiet der Oberen Belpau. Die Aufnahme stammt von 2007. (Bild: aare.bve.be.ch)
Die Ausdehnung des Projektperimeters Obere Belpau. (Grafik: aare.bve.be.ch)

Im Rahmen des Hochwasserschutzes Aaretal werden zwischen Wichtrach und Rubigen verschiedene Flussabschnitte umgestaltet (BERN-OST berichtete). Ende April ging mit dem Wasserbauplan Obere Belpau der nächste Abschnitt in die Mitwirkung. Dieser sieht im Gebiet zwischen der Schützenfahrbrücke in Münsingen und dem Autobahnanschluss Rubigen in einer ersten Etappe ab 2021 den Bau von zwei neuen Hochwasserschutzdämmen vor. In einer weiteren Etappe soll ab 2036 die Aare durch die geplante Aufweitung mehr Platz erhalten.

 

Bedenken bezüglich Hochwasserschutzdamm

Anlässlich der Mitwirkung gingen 45 Eingaben von Gemeinden, Parteien, Verbänden, Interessenorganisationen, Grundeigentümern und Privaten ein. „Zwei Drittel der Eingaben waren mehrheitlich positiv, ein Drittel eher skeptisch“, teilt die Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion mit. Die Eingaben hätten sich auf die geplanten Hochwasserschutzdämme, den Trinkwasserschutz und die Naherholung konzentriert. „Betont wurde, dass beim Bau des Damms durch die Obere Belpau speziell auf die Trinkwasserfassungen und die Naturlandschaft zu achten ist.“

 

Um mögliche negative Auswirkungen der Naherholung wie Lärm, Abfall oder Verkehr im Griff zu haben, prüfen Kanton und Anrainergemeinden gemäss Mitteilung Massnahmen bei der Besucherlenkung und –information. Geprüft werde weiter, ob sich zumindest ein Teil der vorgesehen Aufweitungen nicht bereits in der ersten Etappe realisieren liessen.

 

Öffentliche Auflage nicht vor 2019

In einem nächsten Schritt prüfen Fachstellen bei Bund und Kanton das Projekt. Zugleich laufen Gespräche mit den unmittelbar Betroffenen, um noch offenen Fragen zu klären. Die öffentliche Auflage wird gemäss Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion frühestens 2019 möglich sein.


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pd/et, info@bern-ost.ch
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Erstellt: 14.09.2018
Geändert: 14.09.2018
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