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Nach dem Tempo 30-Nein: Oberdiessbacher FDP präsentiert erste Verkehrsmassnahmen

2013 lehnte die Oberdiessbacher Bevölkerung die Einführung von Tempo 30 auf den Gemeindestrassen deutlich ab. Die FDP hatte sich damals für ein Nein stark gemacht. Nach dem Erfolg sah sie sich aber verpflichtet, sich für die Verbesserung neuralgischer Stellen einzusetzen. Nun liegen die ersten beiden konkreten Massnahmen vor, welche die dafür eingesetzte Arbeitsgruppe angestrebt hat.

Eine von zwei verbesserten Stellen: Bodenmarkierungen sorgen bei der Neopac für mehr Sicherheit für Fussgänger. (Bild: Franziska Vogt)

„Nach der Abstimmung haben wir bekundet, dass wir die Verantwortung für die Verkehrssicherheit dennoch sehen und wurden dann immer wieder gefragt, ob wir diese auch wahrnehmen“, sagt FDP-Sektionspräsidentin Franziska Vogt. Daraufhin habe die FDP die Arbeitsgruppe Verkehr gebildet, welche aus Vertretern der Partei besteht.

 

Im Austausch mit dem Gemeinderat und der Bauverwaltung hat die Arbeitsgruppe ein Diskussionspapier erarbeitet, welches mögliche Massnahmen für die Verbesserung der Verkehrssicherheit im Dorf auflistet. „Nun sind die ersten zwei Massnahmen daraus konkret geworden“, sagt Vogt.

 

Mehr Sicherheit für Schulkinder

Eine der Massnahmen betrifft die Industriestrasse. „Dort gibt es von der Neopac immer viele Lastwagen, welche Strasse und Trottoir blockieren. Es hat aber auch viele Schulkinder, die vom Rain her zur Schule gehen“, sagt Vogt. Nun seien vor der Rampe der G. Neuenschwander Söhne AG zwei LKW-Parkplätze für die Neopac eingezeichnet worden. „Auf dem Trottoir gibt es zudem Parkverbots- und Fussgängermarkierungen“, beschreibt Vogt die Massnahmen.

 

Die zweite Massnahme wird demnächst umgesetzt und betrifft den Fussgängerübergang beim Sattlerstock an der Haubenstrasse, welchen ebenfalls viele Schulkinder passieren. „Die Stelle ist sehr eng, es hat eine Kurve und kein Trottoir“, beschreibt Vogt die Situation. Derzeit entsteht dort ein neues Terrassenhaus. „Im Zuge des Neubaus wird dort auch der Fussgängerstreifen neu gestaltet und ein Trottoir erstellt“, so Vogt.

 

Massnahmen wichtig für das Dorf und die FDP

„Die Massnahmen sind für das Dorf relevant“, sagt sie mit Blick auf die Geschichte mit der Abstimmung zu Tempo 30. Für die FDP selber sind die umgesetzten Massnahmen aber ebenso wichtig. „Wir können uns damit auch für die nächsten Gemeindewahlen profilieren“, sagt Vogt.

 

Dabei war die Arbeitsgruppe aber nicht von vornherein eine ausschliesslich FDP-interne Angelegenheit. „Wir haben auch Personen gefragt, welche in keiner Partei sind, aber niemand wollte mitmachen“, sagt Vogt zur Zusammensetzung der Arbeitsgruppe.

 

Weitere Massnahmen sollen folgen

Wann die nächsten Massnahmen folgen, hänge stark von dritter Seite ab, sagt Vogt und meint damit Instanzen wie der Gemeinderat und der Kanton. „Wir werden zu gegebener Zeit kommunizieren und zwar an den Pateiversammlungen, über Facebook und auf unserer Website“, so Vogt.


Autor
Isabelle Berger, isabelle.berger@bern-ost.ch
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Erstellt: 22.10.2018
Geändert: 22.10.2018
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