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Neuer Name fürs Pintli: In Beitenwil übernehmen neue Pächter
Nach sieben Jahren geben Kumar und seine Frau das Pintli Beitenwil ab. Am Montag übernehmen neue Pächter – sie bringen einen neuen Namen und indische Küche mit.
Die Terrasse ist an diesem Dienstag – trotz schönem Wetter – nur zur Hälfte besetzt. Eine Gruppe hat einen Tisch reserviert. Daneben sitzen meist zu zweit Arbeiter an einem Tisch. Die Mittagsmenus werden zügig serviert: erst Salat, danach grosse Portionen Spaghetti oder Frühlingsrolle mit Salat.
Sieben Jahre Pintli – jetzt ist Schluss
Während sieben Jahren haben Thavakumaran Palanithurai – kurz Kumar - und seine Frau Prabajini das Pintli Beitenwil geführt. Ende August hören sie auf und übergeben an die Nachfolger. «Sieben Jahre sind genug, es ist Zeit für etwas Neues», sagt Kumar. Am Montag übernehmen Ravindra Singh Bisth und seine Frau Sarla Devi. Mit ihnen ziehen neue Pächter ein und das Pintli erhält einen neuen Namen.
Corona als grosse Zäsur
Kumar blickt auf eine durchzogene Zeit zurück. Kaum hatte er sich im Pintli eingelebt kam Corona und warf alles über den Haufen. Danach arbeiteten er und seine Frau sich zurück, es lief gut. Dennoch sei jetzt der Moment gekommen, einen Schlussstrich zu ziehen. «Als mich die Kinder gefragt haben, wann wir mal wieder Ferien machen, wusste ich, dass wir etwas ändern müssen», so Kumar.
Er sei während Jahren an sechs Tagen die Woche im Pintli gewesen, habe gekocht, Gäste betreut, Menus geplant, eingekauft und abgerechnet. Jetzt macht er den nächsten Schritt: Kumar kocht ab Montag im Altersheim in Worb, wo er sich auf eine geregelte Arbeitszeit freut.
Nachfolger aus Indien übernehmen
Das Pintli lief gut, «wir sind nicht im Minus», so Kumar. Während Jahren bot er währschafte Schweizer Speisen, aber auch indische und tamilische Küche an. «Die Büetzer, die über Mittag kommen und auch die Stammgäste wollen dies so», sagt er. Seit zwei Wochen arbeitet er seinen Nachfolger ein. So lernen Ravindra und seine Frau Küche und Abläufe im Pintli kennen, sie räumen ab und servieren. Mühe hat Ravindra mit Deutsch: Er spricht kaum ein Wort, seine Frau verstehe ein wenig, sie nickt.
Neuer Name: «Swagat» bedeutet Willkommen
Ravindra ist Inder und hat zuletzt in einem indischen Restaurant in Bern als Koch gearbeitet. Die Schweizer Küche kennt er erst, seit er bei Kumar aushilft. Er wohnt mit seiner Familie im Liebefeld und freut sich auf das Pintli. Wobei der Name Pintli schon bald Geschichte ist - künftig heisse das Restaurant «Swagat», was «Willkommen» bedeutet.
Den Mix aus Schweizer und indischer Küche will er fortgeführen. «Wenn er nichts an den Preisen ändert, dann hat er keine Probleme und wird guten Umsatz machen», so Kumar. Erst will Ravindra am neuen Ort ankommen, sobald er eingerichtet ist, will er die Gäste mit einem Apéro begrüssen.
[i] Restaurant Kreuz Pintli, Beitenwil 59, Rubigen
Erstellt:
29.08.2025
Geändert: 29.08.2025
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