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Oberdiessbach - Multikulturelle Klänge erfüllen das "Buume Hus"

Quelle
Wochen-Zeitung

Das Sommerfest im «Buume Hus» fand ganz unter dem Motto «interkultureller Austausch» statt. Nebst afro-brasilianisch-helvetischen Tönen von Agoya rhythm gab es Essen aus aller Welt zu geniessen.

Im Garten des «Buume Hus» in Oberdiessbach trafen sich Menschen aus den verschiedensten Ecken der Welt, um zusammen zu essen, Musik zu hören und zu plaudern.

Asylsuchende Familien aus Eritrea, Afghanistan und vielen anderen Orten unterhielten sich mit Schweizern, soweit möglich auf Englisch, Französisch und Deutsch. Dazu gab es allerlei kulinarische Köstlichkeiten aus den Herkunftsländern der Flüchtlinge zu kosten.

Pesche Hürlimann spielte unter dem Namen Agoya rhythm mit Freunden aus der Schweiz, Senegal und Brasilien mitreissende Rhythmen auf verschiedenen Trommeln, begleitet von Gitarre und Gesang. Manchmal übernahm eine Trommel die Führung, dann wieder die Gitarre, und dazu wippten die Zuschauer mit ihren Füssen im Takt.

Die Kleinsten tanzten fröhlich umher, was so manchen Besucher zum Lachen brachte. Auch die Nachbarn auf dem Balkon erfreuten sich an der Unterhaltung zum Abendessen.

Das Publikum tanzte mit


Nach einer Pause wurde es dunkel und die Musiker fanden sich im Keller des «Buume Hus» wieder. Nun standen vor allem brasilianische Lieder auf dem Programm, und der fingerfertige Gitarrenspieler forderte die Zuschauer auf, mitzusingen. Bereitwillig sprach und sang ihm das Publikum die einfachen Texte nach und alle Teilhabenden freuten sich an der gemeinsamen Musik.

Schliesslich spielten Agoya rhythm Samba und Samba-Reggae, wozu praktisch alle mittanzten. Auch die Musiker wechselten sich ab, um zwischen dem Spielen das Tanzbein zu schwingen. Einer der Musiker spielte auf einem Instrument, das aus dem Regenwald kommt. Es besteht aus einem langen Stück Holz mit einer Saite und einem Klangkörper aus einem hohlen Kürbis. Dazu spielte Pesche Hürlimann auf einer ägyptischen Flöte, was sehr melancholische Töne hervorbrachte.

Die Zuschauer verlangten immer wieder eine Zugabe und Pesche Hürlimann rückte schliesslich mit einem Lied heraus, welches er für diesen Anlass geschrieben hatte. Es heisst «Sans-papiers, Hoffnung auf ein neues Zuhause» und handelt von Asylsuchenden, die ausgeschafft werden.

Auch nach diesem Stück liessen die Zuschauer nicht locker und klatschten, bis die Musiker zu einem weiteren Lied ansetzten.

Autor
Lilian Wegmüller / Wochen-Zeitung
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Erstellt: 01.09.2011
Geändert: 01.09.2011
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