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Oberdiessbach - Neue Mehrzweckhalle erst nach 2020

Quelle
Thuner Tagblatt

Ein neuer Klassentrakt und eine Mehrzweckhalle: Der Gemeinderat hat die überarbeitete Schulraumplanung vorgestellt. Der Preis für die Neubauten: höhere Steuern.

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Auf der Wiese im Vordergrund soll nach dem Willen des Gemeinderates von Oberdiessbach eine neue Mehrzweckhalle gebaut werden. (Foto: Patric Spahni)
Der neue Sportplatz Leimen in Oberdiessbach wird bereits im August 2013 eingeweiht und ist ein erstes von drei grösseren Projekten der neuen Sportplatz- und Schulraumplanung. Neben dem Sportplatz hat das Stimmvolk im Jahr 2010 auch dem Verkauf von Bauland zugestimmt. «Dies wird uns in den nächsten Jahren helfen, die grossen finanziellen Belastungen abzufedern», sagte der Gemeindepräsident Hans Rudolf Vogt (FDP) am Infoanlass, der am Mittwoch in der Aula der Sekundarschule stattfand.

Heute die Weichen stellen

Mit der Einführung des zweijährigen Kindergartens im Sommer werden zusätzliche Räumlichkeiten benötigt. Zudem können mit der Schulraumplanung jetzt Weichen gestellt werden für eine mögliche Einführung der Basisstufe. Diese sieht vor, den Kindergarten und die ersten beiden Schuljahre miteinander zu verbinden. «Der Raumbedarf ist heute ein anderer als noch vor 10 oder 20 Jahren», kommentiert Gemeinderat Thomas Käsermann (SP) vom Ressort Bildung in Oberdiessbach. Die vom Gemeinderat beauftragte Spezialkommission Schulraumplanung hat den Masterplan von 2008/ 2009 überarbeitet. Dies sei unter ständiger Berücksichtigung der Bedürfnisse der Schulen, der vorhandenen Zusammenarbeitsverträge mit den umliegenden Schulgemeinden sowie der kantonalen Vorgaben im Bildungsbereich geschehen. Faktoren wie Schülerzahlen und Raumbedarf seien sorgfältig geprüft worden. Die erste Bauetappe beinhaltet den Neubau eines Klassentraktes und den Umbau des Primarschulhauses. Beide Gebäude sollen am 1. August 2017 bezugsbereit sein. In einer zweiten Etappe kommen ein Umbau der Sekundarschule sowie ein Neubau einer Mehrzweckhalle mit integrierten Zusatzräumen wie Mediathek, Konferenzraum und Werkstatt hinzu. Der Umbau sowie die polysportive Doppelhalle sollen ab 2020 in Angriff genommen werden. «Eine gute Schulinfrastruktur ist und war in Oberdiessbach immer wichtig», sagte Käsermann.

Erhöhung ist unumgänglich

«Die Investitionskosten betragen für die erste Etappe rund 5,5 und für die zweite rund 9,5 Millionen Franken», sagte Gemeinderat Markus Forrer (FDP) aus dem Ressort Finanzen, «was zu einem Total an voraussichtlichen Bruttoinvestitionskosten von rund 15 Millionen Franken führt.» Falls beide Projekte wie geplant umgesetzt werden, könne dies mittel- bis langfristig eine Steuererhöhung um insgesamt drei bis vier Steuerzehntel auf 1,84 bzw. 1,94 bedingen. «Eine erste Steuererhöhung der Steueranlage spätestens zwischen 2016 und 2018 ist wohl unumgänglich», informierte Forrer. Beide Projekte setzen eine Zustimmung der Stimmbürger zu einem entsprechenden Baukredit voraus. In diesem Jahr wird die Gemeinde einen Studienwettbewerb mit drei bis fünf Architekten durchführen. In diesem Verfahren sollen die bisherige Planung verfeinert und das Raumprogramm allenfalls noch einmal optimiert werden. Bis Ende 2013 sollen die Ergebnisse vorliegen und der Bevölkerung im Anschluss präsentiert werden.

Mitwirkung läuft

Mit dem Anlass in der Aula der Sekundarschule, den gestern Abend gut 50 Personen besuchten, wurde die Mitwirkung zu den Plänen des Gemeinderates eröffnet. Die Unterlagen können bis am 28. Februar auf der Homepage der Gemeinde sowie auf der Bauverwaltung eingesehen werden. Einen Auftrag hat der Gemeinderat am Infoabend gefasst: Gemäss Gemeindeschreiber Oliver Zbinden soll abgeklärt werden, welche Folgen der Bau einer Dreifachturnhalle anstelle der geplanten Doppelturnhalle hätte.

www.oberdiessbach.ch

Autor*in
Martina Kratzer/maz, Thuner Tagblatt
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Erstellt: 25.01.2013
Geändert: 25.01.2013
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