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Oberdiessbach - Seniorinnen und Senioren sind mit Begeisterung im «Theaterfieber»

Quelle
Wochen-Zeitung

Der erste Auftritt des Seniorentheaters im letzten Jahr war ein voller Erfolg. Nun freuen sich die Seniorinnen und Senioren auf ihr neues Stück «Theaterfieber».

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Vor vier Jahren wurde der Verein «Zäme für Oberdiessbach» gegründet. Im Rahmen dieses Projekts entstand das Seniorentheater «Silberdischtle». «Wir wollen den Seniorinnen und Senioren die Möglichkeit bieten, sich gemeinsam beim Theaterspielen zu verwirklichen und so etwas gegen das Alleinsein zu tun», erklärt der Mitbegründer Wolf Zimmerli, der selber begeistert mitspielt. Mit der Kriminalkomödie «E Fall für Drei» starteten die «Silberdischtle» im letzten Jahr mit Erfolg. Nun proben die motivierten Schauspielerinnen und Schauspieler seit längerer Zeit für ihren zweiten Auftritt mit dem Stück «Theaterfieber». Heute Abend steigt die Premiere im Kirchgemeindehaus.

Von Nelly Dürrenfeld zur Mutter Bürki


Am Abend unseres Probenbesuchs war zum ersten Mal die Maskenbildnerin und Kostümverantwortliche, Irene Stalder, gefragt. Alle Akteure mussten auf ihrem Stuhl Platz nehmen und wurden, begleitet von den fröhlichen Kommentaren der Mitspieler, verwandelt. Grosses Hallo, als sich Ursula Suter mit roten Haaren präsentierte. Nelly Dürrenfeld wurde als Mutter Bürki zurechtgemacht, die traurig ist, weil sie ins Seniorenheim muss. In der Nebengeschichte tritt sie als Fräulein Häfeli mit dem verrückten Hut auf und mischt die Gesellschaft in der Badekur ganz gehörig auf. Zwei ganz verschiedene Rollen; schwierig für Nelly Dürrenfeld? «Ich spiele für mein Leben gern Theater. Als ich eine schwere Zeit hinter mir hatte, war das Theaterspielen im letzten Jahr ein richtiger Aufsteller. Ich konnte mich wieder mit Gleichgesinnten treffen, mit ihnen zusammen proben und lachen. Und wenn wir dann noch gemeinsam Erfolg haben, stimmt alles.» Die beiden Rollen sind für Fräulein Häfeli alias Mutter Bürki kein Problem. Sie hat während Jahren eine Theatergruppe für geistig Behinderte geleitet und dabei gelernt, wie wichtig die Gestik ist und dass man sich auch ohne viele Worte ausdrücken kann.

Das Zusammensein geniessen


Das ganze Ensemble, unter der Leitung des Regisseurs Andreas Anderegg, ist mit viel Herzblut bei der Sache. Getrud Reusser, alias Frau Affolter, die Heimleiterin, hat bis vor einem Jahr nie Theater gespielt; nun hat sie das Theaterfieber richtig gepackt. Ursula Suter, alias Lisa Bürki, war zuerst skeptisch, denn sie hatte früher in bekannten Theatervereinen in Thun gespielt. Nun ist sie aber vom ganzen Team begeistert und freut sich auf die Premiere. Auch Peter Däpp, alias Emil Hess, er spielt in der Nebengeschichte Erich Berger, hat schon grosse Bühnenerfahrung: in der Theatergruppe Kiesen und im Freilichttheater Moosegg. «Ich geniesse die Proben und das Zusammensein mit Seniorinnen und Senioren», sagt er.

Aufführungen im Kirchgemeindehaus Oberdiessbach: 21. März, 22. März und 23. März, jeweils 20.00 Uhr.

BERN-OST Bildergalerie folgt...

Autor*in
Markus Wehner / Wochen-Zeitung
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Erstellt: 21.03.2013
Geändert: 21.03.2013
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