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Vogt-Areal Oberdiessbach: Mässiges Interesse an Infoveranstaltung

Die Gemeinde Oberdiessbach informiert über den aktuellen Stand der Planung der Überbauung des Vogt-Areals. Noch kann die Bevölkerung mitreden.

Bis zu 100 Wohnungen könnten auf dem Vogt-Areal in Oberdiessbach entstehen. (Bild: oberdiessbach.ch)

Gerade mal 19 Personen nehmen am Montagabend Platz in der Aula des Sekundarschulhauses Oberdiessbach. Auch der Gemeindepräsident Niklaus Haddorn (SVP) konnte seine Enttäuschung nicht verbergen. "Schade haben nicht mehr den Weg hierher gefunden", sagt er gleich nach seiner Begrüssung zu Beginn der Infoveranstaltung zur Überbauung des Vogt-Areals.

 

Über die Gründe des bescheidenen Auflaufs lässt sich spekulieren. Vizepräsident und Bauvorsteher der Gemeinde Oberdiessbach Stephan Hänseberger wiegt sich nicht in Sicherheit: "Wie bei jedem Überbauungsprojekt wird es bestimmt auch diesmal wieder Gegner geben. Das Problem ist, dass diese Personen ihre Möglichkeit zur Mitwirkung meist nicht wahrnehmen und erst nach einer Abstimmung mit Einsprachen und Beschwerden reagieren." Schon dreimal hatte die Bevölkerung die Gelegenheit bei der Planung der Überbauung des Vogt-Areals mitzureden.

 

Bis zu 100 Wohnungen

Die meisten Bedenken der Anwesenden im Raum betreffen den Verkehr. Dass dieser mit den bis zu 100 geplanten Wohnungen spürbar zunehmen wird, bestreitet Niklaus Haddorn nicht: "Wir werden versuchen den Verkehr möglichst ruhig zu halten und zu regulieren mit Mitteln wie zum Beispiel Einbahnstrassen. Alles lösen geht aber nicht."

 

In einem ersten Schritt geht es nun um eine Umzonung des Vogt-Areals, damit dort überhaupt Wohnungen gebaut werden dürfen. Dann soll der Südteil, den die Vogt AG momentan als Lager benutzt, überbaut werden. Und wenn die Feuerwehrfahrzeugfirma dann einen neuen Standort findet, soll die Überbauung des nördlichen Teils erfolgen. Baustart wäre frühestens im Jahr 2021.

 

Mitwirkung läuft noch

Wie die Überbauung aussehen könnte, war Gegenstand einer Testplanung: Drei Architekturbüros erarbeiteten Vorschläge für die städtebauliche Entwicklung und Nutzung. Auftraggeber waren die Halter AG als Investor sowie der Gemeinderat. Dabei machte der Vorschlag der GWJ Architektur AG Bern das Rennen.

 

Die öffentliche Mitwirkung über die Änderung der baurechtlichen Grundordnung läuft noch bis zum 5. April.


Autor*in
Adrian Kammer, adrian.kammer@bern-ost.ch
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Erstellt: 20.03.2019
Geändert: 20.03.2019
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