Katharina Baumann (EDU)

«Offen, lösungsorientiert, engagiert»

Ende März wählen wir den Berner Grossrat neu. Allein aus der Region Bern-Ost bewerben sich 155 Männer und Frauen um einen der insgesamt 160 Sitze. Bei uns stellen sich von jeder Partei eine Kandidatin und ein Kandidat aus der Region vor. Heute EDU-Grossrätin Katharina Baumann aus Münsingen.

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Name: Katharina Baumann

Alter: 55

Wohnort: Münsingen

Beruf: Sonderschulpädagogin

Arbeitgeber: Schulheim Schloss Erlach

Familienstand/Kinder: 3 erwachsene Söhne, 8 Enkelkinder

Bisherige politische Ämter: Grossrätin, 2. Vize-Grossratspräsidentin, Mitglied der Sicherheitskommission, ehemalige Laienrichterin, Mitglied des Gemeindeparlaments sowie verschiedener Kommissionen.

 

Was war als Kind Ihr Traumberuf?

Erst Lehrerin, später Kriegsjournalistin.

 

Wie wurden Sie politisiert, was ist Ihre früheste Erinnerung an Politik?

Gespräche mit meinem Grossvater. Schon als Kind erzählte er mir von seiner Aktivzeit im Krieg, von Weltgeschichte und vom damals aktuellen politischen Geschehen. Diese Gespräche haben mich nachhaltig geprägt.

 

Warum sind Sie bei der EDU gelandet? 

Ich bin bei der EDU gelandet, weil ich traditionelle, christliche Werte unterstütze.
Das lateinische Verb conservare bedeutet bewahren, erhalten, schützen oder einhalten. Es beschreibt das Bewahren vor Verfall, das Aufrechterhalten bewährter Strukturen und das Einhalten von Regeln. Dafür setze ich mich politisch ein.

  

Welche drei Begriffe beschreiben Ihre politische Haltung am besten?

Offen, lösungsorientiert, engagiert – eine Brückenbauerin.

 

In welchem Politikbereich sehen Sie im Kanton Bern den dringendsten Handlungsbedarf?

Die dringendsten Handlungsfelder liegen in der Bildung und im Gesundheitswesen. Bildung ist eines unserer wichtigsten Güter und darf qualitativ nicht abgebaut werden. Gleichzeitig müssen wir eine gute und finanzierbare Grundversorgung sicherstellen. Der Erhalt stabiler Finanzen, von Sicherheit, sozialer Wohlfahrt und einer freiheitlichen Gesellschaft bleibt dabei ein anspruchsvoller Balanceakt.

 

Soll die Schweiz Waffen in die Ukraine liefern?

Das heutige weltpolitische Geschehen und neue Formen der Kriegsführung lassen es nicht mehr zu, sich in Sicherheit zu wiegen. Die Neutralität der Schweiz muss deshalb offen und mit allen Konsequenzen diskutiert und allenfalls neu definiert werden. Waffenlieferungen sind dabei nicht das Ziel, sondern eine Folge der sicherheitspolitischen Gesamtfrage.

 

Wie stehen sie zum Thema Tempo 30 innerorts?

Tagsüber herrscht vielerorts ein derart dichter Verkehr, dass schnelleres Fahren oft weder möglich noch sinnvoll ist. In ruhigen und übersichtlichen Zeiten – insbesondere am Abend oder in der Nacht – wünsche ich mir jedoch flexible Regelungen, die einen Wechsel zu Tempo 50 ermöglichen.

 

Was können Sie, dass niemand von Ihnen denken würde?

Ich mache sehr gerne Gipserarbeiten, insbesondere Spachteln und das Aufziehen verschiedener Abriebe.

 

Was ist das Wildeste, was Sie je gemacht haben?

Ich habe mich allein in Ouagadougou einer bewaffneten Kontrolle widersetzt. Nach langen Verhandlungen konnte ich schliesslich wertvolle Unterstützung für eines meiner Projekte gewinnen.

  

Welches Lied können Sie auswendig?

«Summertime» – dieses Lied habe ich meinen Söhnen als Wiegenlied vorgesungen.
 


Autor:in
Redaktion, info@bern-ost.ch
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Erstellt: 12.02.2026
Geändert: 12.02.2026
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