Grosseinsatz auf dem Bantiger

Polizei und Militär üben die Zusammenarbeit

Ab Samstag findet im Kanton Bern eine viertägige gemeinsame Übung von Polizei und Armee statt – zum Teil auch in der Region Bern-Ost: Bolligen und vor allem der Sendeturm Bantiger werden zum Schauplatz einer grossangelegten Sicherheitsübung namens Fides. Dieser Tage wird es deshalb in der Gegend von Polizei und Militär wimmeln.

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Der Bantiger wird Schauplatz einer grossen Übung von Polizei und Militär. (Bild: rb/Archiv, Kantonspolizei Bern)

Würde eines Tages der Kanton Bern massiv von Terroristen oder von einer plötzlichen Kriegsgefahr bedroht, würde das für die Polizeikräfte eine enorme Herausforderung bedeuten. «Die Armee unterstützt deshalb die zivilen Behörden, indem sie zum Beispiel den Schutz wichtiger Infrastrukturen übernimmt», teilt die Sicherheitsdirektion des Kantons Bern mit. Ohne ein solches Szenario zu üben, würde eine solche Zusammenarbeit jedoch kaum funktionieren.

 

Der Bantigerturm als Schauplatz

Deshalb finden in den nächsten Tagen zum zweiten Mal sogenannte Verbundsübungen statt: An vier Orten im ganzen Kanton Bern spielen Kantonspolizei Bern und Schweizer Militär gemeinsam verschiedene Module durch. Schauplätze für diese Übungen sind die Gemeinden Bern, Bolligen, Köniz und Spiez sowie der Verwaltungskreis Interlaken-Oberhasli. Rund um Bolligen wird vor allem der Aussichts- und Sendeturm Bantiger als Übungsgelände genutzt.

Im Rahmen dieser Übung namens «FIDES» – lateinisch für Vertrauen – werde nicht nur der Schutz einzelner Objekte trainiert, heisst es in der Mitteilung, sondern «vor allem die gemeinsame Handlungsfähigkeit von Polizei, zivilen Partnern und Armee in einer ausserordentlichen Lage». Dabei werde die Armee vor die Aufgabe gestellt, gemeinsam mit den zuständigen Partnern wichtige Infrastrukturen zu bewachen und zu schützen.

 

Schutz der Energieversorgung

Wie die Grossübung konkret abläuft, wird nicht erklärt. Nur so viel: Einheiten der Territorialdivision 1 werden unter anderem den Schutz von Energieversorgungs- oder Telekommunikations-Anlagen vorbereiten und dann auch praktisch umsetzen. «Auch der Schutz sensibler Transporte ist Bestandteil der Übung», heisst es weiter. Unter anderem sollen Drohnen und Drohnenabwehr eingesetzt werden.

Für die Bevölkerung heisst das vor allem: «Es ist mit erhöhter Präsenz von Einsatzkräften und Einschränkungen zu rechnen.» Der Sendeturm Bantiger sowie andere abgesperrte Gebiete sind während der viertägigen Übung für die Bevölkerung nicht zugänglich: «Aus Sicherheitsgründen gilt es, die signalisierten Absperrungen zu respektieren und den Anweisungen der Einsatzkräfte der Kantonspolizei Bern und der Schweizer Armee Folge zu leisten.»

 

Militär und Polizei am Vorbereiten

Bereits in den Tagen vor der Übung sind Einsatzkräfte oder Fahrzeuge unterwegs, um Vorbereitungen zu treffen. Solche gemeinsamen Übungen, erklärt Philippe Müller, Sicherheitsdirektor des Kantons Bern, seien angesichts der weltpolitischen Lage eine sehr wichtige Krisenvorsorge. «So stellen wir sicher, dass wir für den Ernstfall bestmöglich gerüstet sind und den Schutz der Bevölkerung jederzeit gewährleisten können.»


Autor:in
pd/Claudia Weiss, claudia.weiss@bern-ost.ch
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Erstellt: 10.09.2026
Geändert: 10.09.2026
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