Daniela Schädeli (Die Mitte)

«Pragmatisch, mutig, sachlich.»

Ende März wählen wir den Berner Grossrat neu. Allein aus der Region Bern-Ost bewerben sich 155 Männer und Frauen um einen der insgesamt 160 Sitze. Bei uns stellen sich von jeder Partei eine Kandidatin und ein Kandidat aus der Region vor. Heute Daniela Schädeli aus Brenzikofen.

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Daniela Schädeli, Die Mitte-Kandidatin aus Brenzikofen. (Bild: zvg)

Name: Daniela Schädeli

Alter: 42

Wohnort: Brenzikofen

Beruf: Abteilungsleiterin Familie und Bildung, Dozentin

Arbeitgeberin: Gemeinde Belp

Familienstand/Kinder: verheiratet, zwei Kinder

Bisherige politische Ämter: -

 

Wie wurden Sie politisiert, was ist Ihre früheste Erinnerung an Politik?

Ich bin eher unpolitisch aufgewachsen, erinnere mich aber, dass mir Ruth Metzler als Bundesrätin mit einer Zahnspange sehr imponiert hat und ich dachte, dass ich später auch mal sowas machen möchte.

 

Warum sind Sie bei der Mitte gelandet? 

Weil ich den Parteienkompass ausgefüllt habe und am meisten deckungsgleiche Werte mit der Mitte hatte. Zudem sehe ich mich als VerMITTlerin, weil ich unterschiedliche Meinungen und Argumente nachvollziehen und für mich schlüssig integrieren kann.

  

Welche drei Begriffe beschreiben Ihre politische Haltung am besten?

«Pragmatisch. Mutig. Sachlich.»

 

In welchem Politikbereich sehen Sie im Kanton Bern den dringendsten Handlungsbedarf?

Gerade im Bereich der Volksschule besteht immer noch Handlungsbedarf beim Fachkräftemangel, sprich Lehrpersonen oder auch Fachpersonen für Logopädie, Psychomotorik und Heilpädagogik fehlen. Zudem ist die ausserfamiliäre Betreuungssituation gerade in ländlichen Gebieten mangelhaft und erschwert die Vereinbarkeit von Familien- und Erwerbsarbeit.

 

Soll die Schweiz Waffen in die Ukraine liefern?

Ich sehe Argumente dafür, wie die Abwehr eines völkerrechtswidrigen Angriffs oder die Europäische Solidarität, aber auch Argumente dagegen, wie die Wahrung der Neutralität oder gesetzliche Einschränkungen. Um eine für mich tragfähige Entscheidung zu fällen, müsste ich mich noch fundierter mit der Thematik auseinandersetzen.

 

Wie stehen Sie zum Thema Tempo 30 innerorts?

Finde ich als Fussgängerin und Velofahrerin gut. Als Autofahrerin fände ich das gewöhnungsbedürftig, aber machbar. Sich mehr Zeit zu nehmen, ist per se nicht schlecht, auch nicht im Strassenverkehr.

 

Was können Sie, dass niemand von Ihnen denken würde? 

Ich denke, dass einige nicht wissen, dass ich mit einer guten Freundin zusammen eine Firma für Frühlingsrollen betreibe und tatsächlich auch Frühlingsrollen rollen kann (zwar nicht so schnell wie unsere Rollmeisterinnen, aber doch ordentlich).

 

Was ist das Wildeste, was Sie je gemacht haben?

Ein eindrückliches Erlebnis war in der Ausbildung zum Geländesuchteam bei Redog die Flüge an der Kufe des Helis mit meinem Hund. Das hat mich schon Überwindung gekostet an der Seilwinde im Fahrtwind zu hängen.

 

Welches Lied können Sie auswendig?

Ein Lied, das mich seit der Kindheit begleitet, ist «Meine Zeit steht in deinen Händen». Dieses Lied hat meine Mutter oft gehört und ich finde es eine schöne Zusage, dass ich nicht alles kontrollieren und beeinflussen kann, sondern gewisse Dinge einfach loslassen muss. In der Hoffnung, dass es gut wird.

 

Was war als Kind Ihr Traumberuf?

Ich hatte als Kind keinen Traumberuf. Lange wollte ich Damenschneiderin oder Schreinerin werden. Heute würde ich sagen, dass ich in verschiedenen Traumberufen gearbeitet habe: als Lehrerin, Redaktorin, Schulleiterin, oder jetzt als Abteilungsleiterin und Dozentin. Ich habe sogar ein Buch mit dem Titel «Traumberuf Schulleitung» geschrieben.


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Redaktion, info@bern-ost.ch
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Erstellt: 10.02.2026
Geändert: 10.02.2026
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