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Richigen - Salt-Antenne abgeblitzt

Die Salt Mobile SA will in Richigen einen Antennenmast aufstellen. Das Berner Verwaltungsgericht liess das Projekt abblitzen, weil die Antenne "zu deutlich in Erscheinung tritt und die Aussicht auf die Alpen empfindlich stört".

Salt will Antenne in Richigen bei Worb errichten: die Baubewilligung wurde abgewiesen. (Bild: Symbolbild)

Die Salt Mobile SA plante schon seit längerer Zeit, in Richigen eine neue Mobilfunkantenne zu errichten. Zuerst wurde die Baubewilligung für einen 25 Meter hohen Mast auch genehmigt. Die Einsprachen wies man damals ab, wie verschiedene Medien berichteten. Der Fall kam weiter zur Bau- und Verkehrsdirektion BVE. Diese holen sich jeweils einen Fachbericht der kantonalen Kommission zur Pflege der Orts- und Landschaftsbilder OLK. 

 

"Nicht bewilligungsfähig"

Die Kommission kam zum Schluss, dass die Antenne nicht bewilligungsfähig sei. Die Antenne würde deutlich in Erscheinung treten und die Aussicht vom Dorf her auf die Alpen empfindlich stören. Nach dieser Rückmeldung hiess die BVE die Beschwerden vom letzten Sommer gut und verweigerte die Baubewilligung der neuen Antenne. In verschiedenen Medien heisst es: "Das Antennenprojekt verstiesse gegen das Gebot, dass Bauten Landschaften respektive Orts- und Strassenbilder nicht beeinträchtigen dürften." Die Argumente der OLK gegen das Antennenprojekt sei nachvollziehbar.

 

Zwar seien die Berichte der OLK für die Behörden nicht verbindlich. Dennoch räume das Verwaltungsgericht ihnen regelmässig einen erheblichen Stellenwert ein und weiche nur aus triftigen Gründen von ihnen ab. Die beiden Urteile können noch ans Bundesgericht weitergezogen werden.

 

[i] In einer früheren Version des Artikels schrieben wir fälschlicherweise, dass es sich in Richigen um eine 5G-Antenne handelt.


Autor*in
pd/az, info@bern-ost.ch
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Erstellt: 17.10.2020
Geändert: 22.10.2020
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