Schauspiel kurz vor Sonnenuntergang
Am Mittwochabend war es endlich soweit. Der Mond schob sich vor die Sonne und verdunkelte diese zu einem grossen Teil. BERN-OST hat sich das Spektakel angesehen.
Eine totale Sonnenfinsternis ist etwas Besonderes. In der Region Bern-Ost verdunkelte sich die Sonne nicht vollständig. Der Mond verdeckte am Mittwochabend die Sonne lediglich zu 92 Prozent. Was deutlich zu sehen war: Auch mit nur acht Prozent Leistung leuchtet die Sonne immer noch sehr hell.
Blick von der Mänz Richtung Jura
Wer sich für Sonne, Mond und Sterne interessiert, für den war der 12. August ein spezielles Datum. Umso besser, dass das Wetter mitspielte. Auf der Mänziwilegg waren die besten Plätze schon eine Stunde vor der Finsternis besetzt. Viele Leute suchten einen Platz mit freier Sicht Richtung Jura. Manche brachten Campingstühle und Kühlbox mit, andere Teleskope, Kameras und das Wichtigste: Eine Finsternisbrille.
Wenn sich der Mond vor die Sonne schiebt
Kurz vor halb acht Uhr abends begann das Schauspiel unspektakulär. Der Neumond schob sich langsam vor die Sonne. Auch wenn der Mond schon über ein Viertel der Sonne bedeckte, sah man das von blossem Auge kaum. Das heisst, dunkler wurde es deswegen nicht. Warum also die Aufregung? Weil es eben doch speziell ist.
Sonne partiell verfinstert
Je tiefer sich die Sonne senkte, umso eindrücklicher war die Szenerie. Um 20:19 Uhr bedeckte der Mond die Sonne zu 92 Prozent. Es wurde dunkler, das Licht wurde schummrig. Kurz vor Sonnenuntergang stand die Sonne schon tief und leuchtete wie eine Sichel.
Die Dämmerung ging durch die Verdunklung des Mondes zügiger voran, es wurde schneller dunkler. Der Mond gab die untergehende Sonne nur langsam wieder frei. Um 20:47 Uhr verschwand die Sonnensichel hinter dem Jura. Das Naturschauspiel war vorbei, es war wunderschön.
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Hast auch du Fotos von der Sonnenfinsternis gemacht? Schick sie uns per Mail an info@bern-ost.ch oder per Whatsapp (079 853 92 10).
Totale Sonnenfinsternis 1999
Für den Autor war es nicht die erste Sonnenfinsternis. 1999 reiste er ins Elsass, wo sich die Sonne mittags vollständig verdunkelte. Leider war es damals bewölkt, und der Blick auf die verdunkelte Sonne samt Corona war nicht möglich. Was ihm aber immer in Erinnerung bleibt: «Es wurde auf einen Schlag dunkel. Das war sehr eindrücklich!»
Sonnen- und Mondfinsternis
Bei einer Sonnenfinsternis schiebt sich der Neumond zwischen Erde und Sonne und verdunkelt diese. Position: Sonne – Mond – Erde.
Bei einer Mondfinsternis wandert der Vollmond durch den Erdschatten. Der Vollmond scheint dann rot. Position: Sonne – Erde – Mond.
Nicht jeder Neu- oder Vollmond führt zu einer Finsternis. Die Mondbahn ist gegenüber der Erdbahnebene um etwa fünf Grad geneigt. Deshalb zieht der Mond meistens oberhalb oder unterhalb an Sonne beziehungsweise Erdschatten vorbei.