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Schleichweg Richigen: Worb prüft Anpassungen für Trimsteiner

Ende letzte Woche kam es zu einem Treffen zwischen den Verantwortlichen der Gemeinden Worb und Münsingen in Sachen Sperrung der Stationsstrasse. Die Gemeinde Worb prüft nun Anpassungen, damit die Trimsteiner und Trimsteinerinnen weiterhin bequem zum Bahnhof kommen.

Verbindet Trimstein und Worb SBB: Die Stationsstrasse auf Worber Gemeindeboden. (Bild: Archiv BERN-OST)

Vor rund vier Wochen gab die Gemeinde Worb bekannt, die Stationsstrasse mit einem Fahrverbot zu belegen. Ziel der Massnahme sollte sein, den Schleichverkehr zu unterbinden.

 

Gegen den Entscheid gab es Opposition, unter anderem aus Trimstein, das zur Gemeinde Münsingen gehört. Leute, die in Trimstein wohnen, nutzen normalerweise den Bahnhof Worb SBB. Wenn die Stationsstrasse gesperrt würde, müssten sie in Zukunft einen Umweg in Kauf nehmen, um dorthin zu gelangen, eine unbefestigte Strasse durch den Wald benutzen oder mit dem Velo zum Bahnhof fahren.

 

Vertreter der SVP Münsingen gelangten schliesslich mit einer Einfachen Anfrage an ihren Gemeinderat. Sie wollten wissen, ob er über den Entscheid von Worb informiert war und ob er an der Lösungsfindung beteiligt war.

 

Letzte Woche trafen sich aus Münsingen Gemeinderätin Susanne Bähler (SVP) und Gemeinderat Andreas Kägi (FDP) und aus Worb Gemeindepräsident Niklaus Gfeller (EVP), Gemeinderat Urs Gerber und die Leiterin der Polizeiabteilung Nicole Geser.

 

Fahrerlaubnis zum Bahnhof

"Wir konnten unser Anliegen, dass die Stationsstrasse eine wichtige Verbindung ist für die Leute aus Trimstein, erläutern und deponieren", sagt Bähler. Im Gespräch sei klar geworden, dass eine generelle Öffnung der Stationsstrasse mit einer Fahrerlaubnis für Trimsteiner und Trimsteinerinnen nicht in Frage komme. Die Worber Delegation habe aber zugesagt, eine Aufhebung des Verbots für Roller sowie eine Fahrerlaubnis ausschliesslich für Fahrten zum Bahnhof Worb SBB zu prüfen.

 

Bei der Gemeinde Worb führen die Verhandlungen mit Münsingen zu einer Verzögerung. Geplant war, die Verbotstafeln noch in diesem Jahr aufzustellen. Nun muss das Fahrverbot noch einmal in die Sicherheitskommission. "Ziel ist, Münsingen im Frühling Bescheid zu geben", sagt Niklaus Gfeller.

 

Susanne Bähler ist zufrieden mit dem Verlauf des Gesprächs. "Es war  angenehm. Wir verstehen den Handlungsbedarf von Worb. Wichtig ist für uns, dass man uns angehört hat und Anpassungen prüfen will. Aber es ist klar, am Ende entscheidet Worb."


Autor
Anina Bundi, anina.bundi@bern-ost.ch
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Erstellt: 30.11.2019
Geändert: 30.11.2019
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