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Schloss Oberdiessbach: Neue Mieter auf der Suche nach dem normalen Leben

Prinz Harry und Meghan Merkle überlegen sich, das Schloss Oberdiessbach zu mieten und als ruhigen Erstwohnsitz zu nutzen. Schlossherr Sigmund von Wattenwyl zeigt Verständnis für den Fluchtreflex der adeligen Kleinfamilie und würde die neue Mieterschaft mit offenen Armen begrüssen. Offiziell ist noch nichts.

Ziehen sie bald nach Oberdiessbach? Prinz Harry und Meghan Markle mit Bodyguard besichtigten das Schloss.

Prinz Harry und seine Meghan, Herzog und Herzogin von Sussex, machen gerade keine einfache Zeit durch. Nach ihrer Entscheidung, sich von allen royalen Pflichten zurückzuziehen und ein bürgerliches Leben zu führen, sorgen nun insbesondere die Kosten für ihre Sicherheit für Diskussionen. Der Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump hat bereits angekündigt, dass sich sein Land nicht daran beteiligen wolle, sollte die Familie nach Kalifornien ziehen. Harry und Meghan müssen also versuchen, die Kosten möglichst tief zu halten, um ein Absinken in den gemeinen Mittelstand abzuwenden.

 

Oberdiessbach zuoberst auf der Liste

BERN-OST weiss aus mehreren gut unterrichteten Quellen, dass ein Umzug in die Schweiz zuoberst auf der Liste möglicher Lösungen für das Problem steht. „Harry und Meghan wissen, dass Prominente in der Schweiz relativ unbehelligt leben können, was ihrem Wunsch nach Normalität sehr entsprechen würde“, erklärt eine enge Freundin des Paars, die anonym bleiben will. „Ausserdem ist die Schweiz mit ihrem Bankgeheimnis und der Möglichkeit zur Pauschalbesteuerung ein angenehmes Land für reiche Leute.“

 

Sigmund von Wattenwyl, Schlossherr von Oberdiessbach, bestätigt, dass Gespräche laufen und das Paar bereits zur Besichtigung vor Ort war. „Die ruhige Lage hat ihnen sehr gefallen.“ Ein grosser Pluspunkt dürfte der 5000 m2 grosse Park und der schlosseigene Landwirtschaftbetrieb sein, wo Klein-Archie spielen und sein Immunsystem stärken könnte.

 

Viel Platz für die Kinder

Auch das 1668 gebaute Schloss selber bietet mit seinen 20 Zimmern und zwei Sälen mehr als genug Platz für die Familie, die angeblich noch in diesem Jahr um ein weiteres Kind anwachsen wird. Das Ehepaar von Wattenwyl selber bewohnt das „alte“ Schloss mit Baujahr 1640, das direkt nebenan steht. Wieviel Miete Meghan und Harry zahlen würden, sei noch nicht klar. „Das kommt auch darauf an, ob wir noch Änderungen am Innenausbau vornehmen müssen.“

 

Der Schlossherr hat mütterlicherseits selber blaues Blut, seine Frau Martine von Wattenwyl ist Prinzessinnenfan. „Harry und Meghan sind sehr sympathisch“, sagt er zu BERN-OST. „Wir würden uns sicher gut verstehen.“ Verständnis hat er auch für die Flucht der Familie vor dem Leben als Royals. „Immer von der Presse beobachtet zu sein, stelle ich mir sehr unangenehm vor.“

 

Schwyzerdütsch lernen

"Es wäre schön, wenn im neuen Schloss wieder dauerhaft Leben einkehren würde", sagt Von Wattenwyl. Nur ein Problem sieht er „Mein Englisch ist nicht so gut und auch das meiner Frau hält sich in Grenzen.“ Wenn die Sussexes also mit ihren Vermietern kommunizieren wollen, müssen sie wohl Schwyzerdütsch lernen. „Meine Frau könnte da sicher behilflich sein. Meine Muttersprache ist es auch nicht, und sie korrigiert mich, wenn ich Fehler mache.“

 

[i] Hier geht es zur Sendung "Kulturplatz" von SRF, aus der, mit freundlicher Genehmigung, das Bild stammt. Bei der Frau handelt es sich natürlich nicht um einen Bodyguard, sondern um die Journalistin Eva Wannenmacher.


Autor*in
Anina Bundi, anina.bundi@bern-ost.ch
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Erstellt: 01.04.2020
Geändert: 01.04.2020
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