Worb

Schulen müssen beim Brandschutz nachbessern

Brennbare Materialien in Korridoren und fehlende Brandschutzelemente: Kontrollen haben an vier Worber Schulanlagen Mängel aufgezeigt. Laut Gemeinderat Bruno Fivian (SVP) besteht keine akute Gefahr. Die dringendsten Massnahmen sollen bis Ende Jahr umgesetzt sein.

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Bei vier Schulhäusern muss bezüglich Brandschutz nachgerüstet werden. (Foto: GoogleMaps)

Betroffen sind die Schulanlagen Sonnhalde, Wyden, Enggistein und Richigen. Die Gemeinde Worb liess die vier Schulhäuser durch die Gebäudeversicherung auf Brandschutz kontrollieren. Für die Behebung der festgestellten Brandschutzmängel hat der Gemeinderat einen Nachkredit von knapp 100'000 Franken bewilligt.

 

Wie Gemeinderat Bruno Fivian auf Anfrage erklärt, betreffen die Mängel vor allem die Fluchtwege und die Unterteilung der Gebäude in Brandabschnitte. Diese sollen verhindern, dass sich Feuer und Rauch rasch ausbreiten.

 

Zeichnungen und Möbel müssen weg

Aus den Korridoren müssen brennbare Materialien entfernt werden. Dazu zählen laut Fivian auch Zeichnungen, Möbel und Kleiderablagen. Zudem müssen Brandschutzgläser eingebaut und veraltete Baustoffe in den Fluchtwegen ersetzt werden. Auch Akustikelemente für den Musikunterricht müssen ausgetauscht werden, damit sie den Brandschutzvorschriften entsprechen.

 

Die Mängel könnten im Ernstfall die Evakuierung über rauchfreie Fluchtwege oder die automatische Branderkennung verzögern. Schärfere Massnahmen sind laut Fivian nicht nötig: «Es besteht keine akute Gefahr, die eine Schliessung der Gebäude oder sofortige Evakuierungsmassnahmen rechtfertigen würde.»

 

Bis die baulichen Arbeiten abgeschlossen sind, braucht es nach seiner Aussage keine ausserordentlichen Massnahmen. Die Korridore müssen jedoch strikt von brennbaren Materialien freigehalten werden.

Berichte liegen seit dem Frühling vor

Nach den Vorfällen in Crans-Montana habe die Gemeinde ihre Schulliegenschaften durch die Gebäudeversicherung Bern kontrollieren lassen, erklärt Gemeinderat Fivian. Die detaillierten Berichte liegen der Gemeinde seit den Kontrollen diesen Frühling vor.

 

Die dringendsten Massnahmen werden laut Bruno Fivian sofort oder Ende Jahr umgesetzt. Für die fristgerechte Behebung ist die Gemeinde als Eigentümerin der Schulanlagen verantwortlich. Solche Kontrollen finden bei öffentlichen Gebäuden alle fünf bis zehn Jahre statt. Die Schulanlage Rüfenacht war bereits zuvor überprüft worden.


Autor:in
Rolf Blaser, info@bern-ost.ch
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Erstellt: 20.10.2026
Geändert: 20.10.2026
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