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Enggistein - Schweine im Schlaraffenland

Der Albaro-Hof in Enggistein hat seit Anfang Jahres eine neue Schweinerasse auf dem Hof. Die Tiere sind vor Kurzem auf eine grosse Weide umgezogen. Im Hofladen verkauft Familie Röthlisberger die Fleischware.

Ein Schweizer Edelschwein: Es erkundet den Futterautomaten. (Video: zvg)
Alex und Barbara Röthlisberger bei ihren Schweinen. (Bild: zvg)
Die grosse Weide der Schweine. (Bild: zvg)

Seit Februar hat der Albaro-Hof Zuwachs einer neuen Schweinerasse bekommen. Neu halten Alex und Barbara Röthlisberger, die beiden Hofbesitzer*innen, zehn Turopolje Schweine. "Wir nennen sie Dalmatiner", schreibt Familie Röthlisberger. Es sei eine alte jugoslawische Rasse. "Die Turopolje Schweine zeichnen sich durch ihre Robustheit und durch ihr exzellentes Fleisch aus." Ihr Fleisch sei zwischen Schweinefleisch und Rindfleisch; röter und fein marmoriert. Ausserdem benötigen die Tiere nicht viel Mastfutter, da sie sich ihr Essen auch auf der Weide suchen.

 

Die Dalmatiner Schweine leben zusammen mit 16 Schweizer Edelschweinen. Die Schweine sind dieses Jahr noch auf eine grosse Weide gezogen. Dies sei das schönste Erlebnis gewesen. "Das war der erste Tag, an dem die Schweine alle nach draussen auf die ein Hektar grosse Weide konnten. Ihnen zuzusehen, wie sie sprangen, wühlten, grasten und alles erkundeten, das war ein schönes Bild", schreiben sie. Die Edelschweine züchtet Familie Röthlisberger selber.

 

"Alle Tiere sind einzigartige Persönlichkeiten"

Die Turopolje sind rund neun Monate auf dem Hof und erreichen ihr Schlachtgewicht mit etwa 1,5 Jahren. Im Gegensatz dazu erreichen Edelschweine ihr Schlachtgewicht bereits nach etwa einem Jahr. Danach kommen die Tiere zum Metzger. Das Fleisch verkauft Familie Röthlisberger im eigenen Hofladen. 

 

Die Frage, ob sie eine emotionale Beziehung zu den Tieren hätten, beantworten Röthlisbergers so: "Wir wissen vom ersten Tag ihres Lebens, dass wir sie mal essen. Dennoch sind wir sehr bemüht, ihnen ein schönes Leben zu bieten. Alle Tiere sind einzigartige Persönlichkeiten, die unterschiedliche Bedürfnisse haben. Wenn immer möglich erfüllen wir ihnen diese Bedürfnisse (kraulen, spielen, fressen, viel Stroh usw.). Durch unsere kleine 'Grösse' haben wir auch die nötige Zeit dazu."

 

Neben den beiden Schweinerassen leben noch Barbarieenten, Esel, Maulesel, Shettyponies und Muttersauen der Schweizer Edelschweine auf dem Hof.


Autor*in
Angela Zaugg, angela.zaugg@bern-ost-ch
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Erstellt: 18.10.2020
Geändert: 21.10.2020
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