Schweizermeister zu Gast in Schlosswil
Jamiro Reber hat den Meisterpokal zu seinem Grossvater nach Schlosswil gebracht. Für Ruedi Reber war es nicht der erste Titel in der Familie.
Jamiro Reber (19) ist in Walkringen aufgewachsen und wechselte im Januar vom schwedischen Eishockeyclub HV71 Jönköping zum HC Fribourg-Gotteron und wurde mit Gotteron Meister. Jamiro Rebers Vater Jörg Reber stammt aus Schlosswil, er spielte Eishockey bei Bern, Biel, Rapperswil und Langnau. Jörgs Vater Ruedi Reber wohnt nach wie vor in Schlosswil.
BERN-OST: Ruedi Reber, was bedeutet dieser Titel für dich?
Ruedi Reber: Das ist für mich wirklich super, sehr speziell. Schon mein Sohn Jörg wurde 1991 mit dem SCB Schweizermeister, den Pokal damals habe ich zwar nicht gesehen. Aber dieser Titel, den Jamiro geholt hat, das ist schon «obenuse».
Hast du die Matche verfolgt?
Ich war drei Mal sogar im Stadion in Freiburg. Beim letzten Spiel habe ich am Fernsehen mitgefiebert. Super war, als Jamiro das 2:0 geschossen hat. Wir hatten eine Riesenfreude und bis in die Nacht gefeiert.
Da hatte dein Grosskind einen guten Riecher, dass er zum kommenden Meister wechselte.
Freiburg steht schon lange in Kontakt mit ihm. Letzten Oktober hatte er mit Freiburg einen Zwei-Jahresvertrag unterschrieben. Sein Verein, HV71 Jönköping, hat danach nicht mehr mit ihm geplant. Dann fragte Freiburg nach, ob er nicht früher kommen könnte. Ab Mitte Januar spielte er dann in Freiburg.
Schade, dass er nicht zum SCB wechselte.
Die Details kenne ich nicht. Auch Bern und Langnau waren an Jamiro interessiert. Aber Freiburg gab ihm zu spüren, dass sie ihn unbedingt wollten. Auch Freiburgs Trainer Roger Rönnberg kannte ihn bereits aus der schwedischen Liga.
Wie fühlte sich der Pokal an?
(Lacht) Er ist sehr schwer und auch schon kaputt. Aber es war ein tolles Gefühl.