Siegerprojekt steht fest
Die Gemeinde Wichtrach hat entschieden, wie die Schulanlage Stadelfeld künftig erweitert werden soll. Der Gemeinderat folgt dem Antrag des Beurteilungsgremiums und beauftragt das Planungsteam rund um die Althaus Architekten plus AG aus Bern mit der Weiterbearbeitung und Ausführung. Die eingereichten Projektstudien sind öffentlich ausgestellt.
Drei Planungsteams hatten im Rahmen des Studienauftrags je eine Projektstudie erarbeitet. Die Ansätze unterschieden sich deutlich, wie Gemeindepräsident Bruno Riem betont: «Jedes Projekt hat einen ganz anderen Lösungsansatz, von Neubau bis erweitern.»
Für Heinz Brügger, Vorsitzender des Beurteilungsgremiums, lag genau darin der Reiz des Verfahrens: «Wir haben drei total verschiedene Lösungen erhalten, was die Jurierung sehr spannend gemacht hat.» Der direkte Vergleich habe geholfen, den Entscheid abzusichern: «Man konnte die Projekte einander gegenüberstellen und ist so auf dem Weg zur Lösung sicher geworden, dass das richtige Projekt ausgewählt wurde.»
Riem zeigt sich insgesamt überzeugt vom eingeschlagenen Weg: «Durch die Durchführung des Studienauftrags bin ich überzeugt, dass wir den richtigen Weg gewählt haben. Alle drei Teams haben sehr gute Lösungen präsentiert.» Die Weiterentwicklung der Schulanlage beschäftige die Gemeinde bereits seit mehreren Legislaturperioden.
Das Siegerprojekt setzt auf einen gezielten Rückbau und eine kompakte Neuordnung der Anlage. «Der Auftrag war, nur dort abzubrechen, wo es nötig ist, und so viel Freifläche wie möglich für die zukünftige Entwicklung zu erhalten», erklärt Brügger.
Konkret bleiben bestehende Teile wie die Turnhalle und ein jüngerer Anbau erhalten. Dazwischen ist ein Neubau auf dem bestehenden Untergeschoss vorgesehen. «Das Siegerkonzept basiert auf dem Rückbau der Schule aus den 1970er Jahren, dem Belassen der Endpunkte und einem Neubau dazwischen», so Brügger.
Die Stärke des Projekts liege in der Verdichtung: «Durch das Zusammenpacken der Nutzungen konnte sich das Team den Luxus eines freien Erdgeschosses erarbeiten.» Dieses biete vielfältige Nutzungsmöglichkeiten sowie fliessende Übergänge zwischen Innen- und Aussenräumen.
Ein zentrales Kriterium für den Entscheid war für das Gremium die inhaltliche Auseinandersetzung mit Ort und Gemeinde. «Das Team hat uns sehr beeindruckt durch die Analyse vom Aaretal und der Gemeinde», sagt Brügger. «Es hat herausgearbeitet, was Wichtrach ausmacht und wie das Schulhaus als Kern der Gemeinde funktionieren kann.»
Auch in Bezug auf die Zukunftsfähigkeit überzeugt das Projekt: «Es bleibt viel Grünfläche erhalten und die Anlage ist sehr flexibel für künftige Entwicklungen.»
An der Vernissage zur Ausstellung der Projektstudien am Mittwoch, 11. März 2026 nahmen rund 50 geladene Gäste teil, darunter Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Schule und Verwaltung sowie die beteiligten Planungsteams. «Das Siegerteam war mit über zehn Personen anwesend», so Brügger.
Was bisher geschah:
Die Stimmberechtigten von Wichtrach genehmigten an der Gemeindeversammlung vom 4. Dezember 2024 einen Verpflichtungskredit für einen Studienauftrag zur Erweiterung der Schulanlage Stadelfeld. In der Folge wurde der Auftrag öffentlich ausgeschrieben. Insgesamt 14 Planungsteams reichten Bewerbungen ein. Ein Fachgremium wählte daraus drei Teams aus, die konkrete Projektstudien ausarbeiteten. Diese wurden im Dezember 2025 beurteilt. Anfang 2026 entschied der Gemeinderat, das Projekt von Althaus Architekten plus AG weiterzuverfolgen. Der ausführliche Schlussbericht zur Jurierung ist auf der Website der Gemeinde einsehbar.
Die drei Projektstudien können bis und mit 25. März 2026 im Schulhaus Stadelfeld frei besichtigt werden. Die Ausstellung ist während der Unterrichtszeiten geöffnet: 07.30 bis 11.50 Uhr und 13.45 bis 16.20 Uhr (ohne Mittwoch-Nachmittag; freitags nur bis 15.20 Uhr).