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Stationsstrasse Worb:  Sammelbeschwerde aus Trimstein

Gegen das geplante Fahrverbot auf der Stationsstrasse in Worb haben 305 Trimsteiner*innen eine Sammelbeschwerde eingereicht. Ein Entscheid des Regierungsstatthalters ist wohl erst im Frühling zu erwarten.

Die Gemeinde möchte auf der Stationsstrasse ein Fahrverbot einführen. (Bild: Archiv BERN-OST)

Gegen das Fahrverbot auf der Stationsstrasse zwischen dem Bahnübergang und der Kreuzung Niederhaus haben insgesamt 309 Personen beim Regierungsstatthalter in Bern Beschwerde eingereicht. 302 davon wohnen in Trimstein (Gemeinde Münsingen). In einer gemeinsamen Beschwerde verlangen 301 von ihnen, von einem Fahrverbot abzusehen oder zumindest eine Ausnahme zu machen für die Trimsteiner*innen. Diese müssten in Zukunft mit dem Velo, E-Bike oder Bürgerbus zum Bahnhof Worb SBB gelangen, oder aber die Kantonsstrasse über Worb nehmen.

 

Fast keine Beschwerden aus Richigen

Aus Richigen gingen ebenfalls drei Beschwerden ein, aber nur eine richtet sich generell gegen das Fahrverbot. Eine verlangt, dass Motorräder vom Fahrverbot ausgenommen sind, eine andere weist auf einen Fehler in der amtlichen Publikation hin, den der Gemeinderat korrigieren muss.

 

Der Münsinger Gemeindeparlamentarier David Fankhauser (SVP) vertritt die Trimsteiner Beschwerdeführenden gegenüber dem Regierungsstatthalteramt. Er bestätigt die Sammelbeschwerde gegen das Fahrverbot, möchte zum laufenden Verfahren aber keine Auskunft geben.

 

Worb hält an Verbot fest

Für den zuständigen Worber Gemeinderat Urs Gerber (Grüne) ist klar: "Das Fahrverbot ist das Resultat aus dem Beteiligungsverfahren und wird von der Gemeinde Worb und vom Kanton gestützt. Wir halten deshalb grundsätzlich daran fest." Das Verfahren sei nun aber in den Händen des Regierungsstatthalters, weshalb er sich inhaltlich ebenfalls nicht weiter zu dessen Inhalt äussern wolle.

 

Die Stationsstrasse wird seit Jahrzehnten als Schleichweg genutzt, um schnell von Richigen oder Trimstein zum Bahnhof Worb SBB zu gelangen. Über die Jahre wurde die Strasse durch das Kreuzen der Fahrzeuge auf Kosten der angrenzenden Felder bis zu einem Meter breiter, was die betroffenen Landwirt*innen zunehmend störte. Eine der Massnahmen der Gemeinde Worb ist deshalb auch, die Strasse wieder auf ihre ursprüngliche Breite zu verengen.

 

Entscheid wohl erst in Frühling

Am Dienstag trafen sich Vertreter*innen des Regierungsstatthalteramts, des kantonalen Tiefbauamts, der Gemeinde Worb und der Beschwerdeführenden zu einer Begehung. Die Begehung sei zweckmässig gewesen, sagt der zuständige Worber Gemeinderat Urs Gerber. "Es konnten offene Fragen geklärt werden." Entscheiden muss nun Regierungsstatthalter Christoph Lerch. Mit einem Entscheid ist gemäss Gerber frühestens in drei Monaten zu rechnen, eher realistisch sei wohl ein Entscheid im Frühling 2021.


Autor*in
Anina Bundi, anina.bundi@bern-ost.ch
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Erstellt: 15.10.2020
Geändert: 15.10.2020
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