Verklebte Wahlkuverts in Worb

Stimmberechtigte mussten Couvert teils aufreissen

In Worb kam es bei den Wahlen vor knapp einer Woche zu Problemen mit den brieflichen Stimmunterlagen. Mehrere Stimmberechtigte berichteten, dass sich die Rücksendekuverts kaum oder nur beschädigt öffnen liessen. In einzelnen Fällen mussten die Kuverts sogar aufgerissen werden, um an die Unterlagen zu gelangen. Darüber berichtete zuerst das Portal 20 Minuten.

pd / Res Reinhard, res.reinhard@bern-ost.ch

Konkret betraf das Problem die Rücksendekuverts für die briefliche Stimmabgabe. Diese waren teilweise bereits so stark verklebt, dass ein sauberes Öffnen entlang der vorgesehenen Perforation nicht möglich war. Betroffene schilderten, dass sie die Kuverts zerstören mussten, um die Unterlagen überhaupt entnehmen zu können.

 

Das sorgte bei einigen für Verunsicherung. Es stellte sich die Frage, ob eine korrekte Stimmabgabe noch gewährleistet ist, wenn das Couvert beschädigt wird.

 

Mehrere Meldungen aus der Bevölkerung

Gemäss dem Bericht von 20 Minuten handelte es sich nicht um einen Einzelfall. Offenbar meldeten sich mehrere Personen mit ähnlichen Erfahrungen.

 

Der Worber Gemeindeschreiber Christian Reusser sagte gegenüber 20 Minuten: «Etwa zwölf Personen haben sich im Vorfeld gemeldet. Ihnen haben wir ein neues Couvert zugestellt.» Insgesamt seien über 8000 Wahlcouverts verschickt worden. Wie viele davon nicht der Norm entsprachen, sei unklar. Gleichzeitig hielt er fest, dass die Stimmabgabe trotz der Schwierigkeiten möglich gewesen sei. Entscheidend sei, dass die Unterlagen korrekt ausgefüllt und rechtzeitig eingereicht wurden.

 

Einige Stimmberechtigte hätten sich zu helfen gewusst: «Einige Personen haben das Couvert mit einer Schere oder einem Messer aufgemacht und es mit Klebeband wieder zugeklebt», so Reusser. 

 

Keine Auswirkungen auf Beteiligung

Laut dem Gemeindeschreiber wirkte sich das Problem nicht negativ auf die Wahlbeteiligung aus. Diese sei sogar höher ausgefallen als bei den Wahlen 2022. «Dieses Jahr lag die Beteiligung mit 31,6 Prozent bei einem Prozent mehr als noch vor vier Jahren», sagte Reusser. Vor Ort in den Stimmlokalen hätten rund 100 Personen an der Urne abgestimmt.


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pd / Res Reinhard, res.reinhard@bern-ost.ch
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Erstellt: 03.04.2026
Geändert: 03.04.2026
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