Temporeduktion überrascht die Gemeinde
Die Höchstgeschwindigkeit auf der Rubigenstrasse zwischen Worb Dorf und Worb SBB wird auf 60 Stundenkilometer reduziert. Nach einem jahrelangen Verfahren und mehreren Gesprächen mit dem Kanton ist die neue Signalisation seit Anfang Januar angebracht.
Die Rubigenstrasse verbindet Worb Dorf mit Worb SBB, Beitenwil und führt weiter nach Rubigen. Für viele ist es eine Strasse, die sie täglich befahren. Auf dem rund 650 Meter langen Abschnitt galt bis anhin eine Höchstgeschwindigkeit von 80 Stundenkilometern. Seit Anfang Januar ist nun klar: Die Geschwindigkeit wird auf 60 Stundenkilometer reduziert.
Bereits 2022 stellte die Gemeinde Worb beim Kanton ein Gesuch, um die erlaubte Geschwindigkeit von 80 auf 60 Stundenkilometer zu senken. «Der Grund für dieses Gesuch war, dass diese Strecke für einige Kinder Schulweg ist», erklärt Gemeindepräsident Niklaus Gfeller. Zudem werde das angrenzende Trottoir auch von Velofahrenden genutzt und sei nicht besonders breit. Der Kanton lehnte das Gesuch zunächst ab und hielt an der bestehenden Regelung fest.
Die Gemeinde setzte sich ein
Damit wollte sich die Gemeinde nicht zufriedengeben. «Wir haben rebelliert, da es beispielsweise auf der kurzen Strecke von Worb SBB nach Beitenwil auch möglich ist und die Sicherheit der Schulkinder erhöht werden soll», sagt Gfeller. Die Gemeinde forderte Akteneinsicht. Im Jahr 2023 folgten Gespräche mit dem Kanton, die schliesslich dazu führten, dass das Tiefbauamt den Entscheid nochmals überprüfen wollte. «Wann dies geschehen würde, konnte uns niemand sagen», so Gfeller.
Überraschendes Ende
Umso grösser war die Überraschung im Gemeinderat, als im vergangenen Oktober eine Publikation des Kantons im Amtsanzeiger Konolfingen erschien. Die Höchstgeschwindigkeit auf der Rubigenstrasse zwischen Worb und Worb SBB wird auf 60 Stundenkilometer reduziert. Die Veröffentlichung erfolgte am 29. Oktober 2025 im Amtsblatt des Kantons Bern und am 30. Oktober im Anzeiger Konolfingen.
Wie Pierre Ballmann, Projektleiter Verkehrstechnik bei der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern, mitteilt, wurde die neue Signalisation am 5. Januar 2026 angebracht. Mit der Reduktion der Höchstgeschwindigkeit werde die Verkehrssicherheit für den Langsamverkehr auf der Kantonsstrasse sowie auf dem angrenzenden Trottoir erhöht.
Informiert wurde die Gemeinde laut Gfeller nicht. Umso grösser war die Freude über diesen Entscheid. «Das ist sehr erfreulich», sagt Niklaus Gfeller. «Wir haben bekommen, was wir wollten.»