• Region

Thomas Stucki: «Man rechnet damit, dass etwas passieren könnte»

Kommandant Thomas Stucki hat am Nationalfeiertag Pikett, rechnet aber mit einem ruhigen Abend. Feuerwerk gehört für ihn trotzdem dazu – mit Verantwortung und einem wachsamen Blick aufs Wetter und die Umgebung.

Thomas Stucki ist seit 2024 Kommandant der Feuerwehr Münsingen. (Bild: pg)

Wenn am 1. August in der Schweiz die Raketen steigen und Funken fliegen, steht bei der Feuerwehr Münsingen einer in den Startlöchern: Kommandant Thomas Stucki. «Ich habe Pikett», sagt er – ganz ohne Stress. «Es hat sich einfach so eingespielt, dass ich das übernehme. Ich bin an diesem Tag meistens sowieso zu Hause.»

 

Spezielle Vorbereitungen für den Nationalfeiertag? Braucht es nicht. «Ein Offizier hat Dienst, die anderen sind wie immer auf Abruf.» Ein Feuerverbot ist dieses Jahr kein Thema – die Wetterlage macht keine besonderen Einschränkungen nötig.

 

«Houz alänge dases so blibt»

Grössere Einsätze am 1. August gab es in den letzten Jahren kaum. «Vor ein paar Jahren brannten ab und zu mal Felder wegen herunterkommender Feuerwerkskörper. Einmal war es nah an einem Gebäude, das gab schon etwas Aufregung», erinnert sich Stucki. Doch das sei die Ausnahme geblieben.

 

Warum es zuletzt ruhiger war, kann er nicht genau sagen. «Ich glaube nicht, dass weniger Feuerwerk gezündet wird – eher im Gegenteil. In Jahren mit Verboten wegen Trockenheit mussten sich viele zurückhalten. Wenn dann wieder erlaubt ist, wird umso mehr gezündet. Aber daran, wie viel losgelassen wird, liegt es wohl nicht. Die meisten halten sich bei Verboten erfreulicherweise daran.»

 

Für den Feuerwehrkommandanten ist der Nationalfeiertag trotzdem ein besonderer Tag. «Man rechnet damit, dass etwas passieren könnte – aber man sitzt nicht auf glühenden Kohlen. Ich kann den Tag trotzdem geniessen. Und wenn’s uns braucht, sind wir bereit.»

 

Feuerwerk? Ja, aber mit Köpfchen

Feuerwerk gehört für Thomas Stucki auch privat zum 1. August. «Ich werde bestimmt mit meinen Kindern das eine oder andere loslassen», sagt er mit einem Lachen. Wichtig sei einfach, wo und wie man das tue: «Nicht zwischen Häusern, nicht in der Nähe von Menschen, nicht bei Abfallkübeln, Containern oder in Büschen. Und: Feuerwerkreste gehören in den Kübel – nicht auf die Wiese.»

 

Auch die Hinweise auf den Verpackungen solle man ernst nehmen. «Sie sind hilfreich und wichtig für die Sicherheit.»

 

Trotz Ferienzeit und Nationalfeiertag weiss Stucki, dass die Feuerwehr im Ernstfall genug Leute mobilisieren kann. «Wir sind gut vernetzt mit den Nachbargemeinden. Wenn etwas Grösseres wäre, sind wir nicht allein.»


Autor:in
Pascale Groschel, info@bern-ost.ch
Nachricht an die Redaktion
Statistik

Erstellt: 01.08.2025
Geändert: 01.08.2025
Klicks heute:
Klicks total: