Tödlicher Unfall überschattet Saisonauftakt von Marcel Steiner
Der Saisonstart von Marcel Steiner in Luxemburg endete abrupt. Nach einem schweren Unfall wurde das Bergrennen in Eschdorf abgebrochen. Eine Person erlag später ihren Verletzungen.
Der Saisonauftakt von Marcel Steiner und seinem Team Steiner Motorsport ist von einem tödlichen Unfall überschattet worden. Beim Bergrennen im luxemburgischen Eschdorf kam es am Rennsonntag zu einem schweren Zwischenfall, bei dem zwei Streckenposten verletzt wurden. Eine Streckenpostin starb später an den Folgen des Unfalls.
Der Funkspruch ging durch Mark und Bein
Noch bevor die ersten Rennläufe gestartet werden konnten, erhielt Steiner einen Funkspruch von der Strecke. «Dieser Funkspruch ging durch Mark und Bein und liess mich erschaudern», schreibt der Oberdiessbacher Rennfahrer in seinem Rückblick. Bereits zu diesem Zeitpunkt sei ihm klar gewesen, dass an diesem Tag nicht mehr gefahren werde.
Wenig später bestätigte sich dies. Ein Teilnehmer in einem Porsche GT3 Cup kollidierte mit der Leitplanke. Dabei wurden zwei Streckenposten schwer verletzt. Eine der beiden Personen erlag am Sonntagnachmittag ihren Verletzungen.
«Unser tiefstes Mitgefühl gilt im Namen des gesamten Teams Steiner Motorsport den Angehörigen, Familien und Hinterbliebenen», hält Steiner fest. Das Team trat die Heimreise vorzeitig an.
Gute Leistungen im Training
Sportlich hatte das Wochenende für Steiner vielversprechend begonnen. Nach sieben Jahren Abwesenheit kehrte das Team nach Eschdorf zurück und bezog denselben Fahrerlagerplatz wie vor der Coronapause.
Im ersten Trainingslauf am Samstag setzte Steiner mit seinem Nova Proto/Helftec-Honda auf teilweise noch feuchter Strecke eine Bestzeit von 55,533 Sekunden. «Zum ersten Mal» habe er mit diesem Fahrzeug an der Spitze der Zeitenliste gestanden, schreibt er.
Im zweiten Training verbesserte er sich auf 52,527 Sekunden. Nach Änderungen am Fahrwerk zeigte sich das Fahrzeug allerdings mit einem «nervösen Heck». Im Zwischenklassement belegte Steiner den dritten Rang.
Schweizer Meisterschaft beginnt
Nach dem Abbruch in Luxemburg richtete das Team den Blick rasch wieder nach vorne. Obwohl der Rennwagen praktisch einsatzbereit in die Werkstatt zurückkehrte, wurden weitere Arbeiten für die bevorstehende Schweizer Bergmeisterschaft ausgeführt.
Bereits an den kommenden Wochenenden stehen die Bergrennen in Hemberg sowie La Roche–La Berra auf dem Programm. Ende Juni folgt mit Reitnau der nächste Lauf der Meisterschaft.