• Sport

Unihockey NLA - Tigers schaffen Ligaerhalt und blicken auf eine durchzogene Saison zurück

In der fünften Partie der Playoutserie gegen den UHC Thun sichern sich die Unihockey Tigers mit einem 9:4-Sieg den Ligaerhalt. In der Partie vom Sonntag zeigen sie sich dabei souveräner als am Vorabend, als sie eine 5:2-Führung noch aus der Hand gegeben hatten, was das Spiel 5 überhaupt erst nötig gemacht hatte.

DSC07368.jpg
DSC07368.jpg
Die Tigers verabschieden sich aus der Saison 2019/20.
DSC07312.jpg
Mobiliar-Topscorer Simon Flühmann skort zum 2:1.
DSC07281.jpg
Der Backhandschuss von Yannick Aeschlimann (nicht im Bild) zappelt im Netz zum 3:1.
DSC07343.jpg
Die Unihockey Tigers blicken dem Saisonende entgegen.
DSC07351.jpg
Der Ligaerhalt ist geschafft - die Tigers jubeln über das 4:1 nach Spielen in der Serie gegen Thun.
DSC07359.jpg
Yannick Glauser verabschiedet sich in seinem letzten Spiel für die Tigers.
DSC07363.jpg
Saurer (Thun) und Glauser (Tigers) werden von Erich Kropf, Präsident des Supporterclub der Unihockey Tigers, als Bestplayer ausgezeichnet.
DSC07368.jpg
DSC07312.jpg
DSC07281.jpg
DSC07343.jpg
DSC07351.jpg
DSC07359.jpg
DSC07363.jpg

Im Spiel 4 der Serie, auswärts in Thun, lagen die Tigers bis zehn Minuten mit 5:2-Führung und wähnten sich wohl schon (zu) sicher. Doch die Thuner blieben aufsässig, verkürzten laufend, erzwangen die Verlängerung und erzielten in dieser nach nur gerade elf Sekunden den Siegestreffer. Die Berner Oberländer verhinderten damit das schnellstmögliche Ende der Serie und strichen den Tigers den freien Sonntagnachmittag, für welchen einige Tigers-Spieler und –Funktionäre vermutlich schon einen gemütlichen Sonntagsspaziergang geplant hatten.

 

Leistungssteigerung zum Abschluss
Die Tigers waren also nach der Niederlage gewarnt, dass auch das Sonntagsspiel kein sprichwörtlicher Sonntagsspaziergang werden würde. Wiederum konnten die Tigers bis zur zweiten Drittelspause in Führung gehen, diesmal mit 6:2 und damit einem Treffer mehr als am Vorabend. Kurz nach Wiederbeginn sowie in der 46. Minute verkürzten die Thuner erneut und einige Tigers-Fans befürchteten schon ein Déjà-vu. Um das überaus wichtige 7:4 zu erzielen und damit das Momentum der Thuner stoppen zu können, benötigten die Tigers etwas Glück als ausgleichende Gerechtigkeit: Nachdem der Treffer von Beer nicht gezählt wurde – oder die Linie nicht ganz überschritten hatte, was sich ohne Videobeweis nicht abschliessend beurteilen lässt – erwischte Kropf in der 51. Minute den Thuner Goalie nur knapp unter den Armen hindurch. In der Folge liessen die Tigers diesmal nichts mehr anbrennen und erhöhten mit zwei weiteren Treffern zum Schlussstand von 9:4.


Sie gewinnen damit die Playoutserie mit 4:1 nach Spielen und sichern sich den Ligaerhalt frühzeitig, wenn auch mit einem Spiel mehr, als sie anvisiert hatten. Die Thuner ihrerseits werden sich (vermutlich gegen das NLB-Team Floorball Thurgau) um einen Platz in der NLA duellieren müssen – immerhin konnten sie sich zumindest mit dem einen Sieg in der Playoutserie gegen die Tigers noch etwas Selbstvertrauen holen.


Durchzogene Bilanz der Saison
Die Leistungen in der Playoutserie stehen für die Tigers gewissermassen symbolisch für den Saisonverlauf: Nach einem guten Start, in welchem auch enge Spiele gewonnen werden konnten, fehlte die Konstanz und wichtige Spiele gingen verloren. Zum Ende schaffen die Tigers einen einigermassen versöhnlichen Abschluss, ohne dabei brillieren zu können.


Das Fazit der Spieler und Funktionäre fällt entsprechend gemischt aus. Captain Stefan Siegenthaler sagt, dass man mit dem Verpassen der Playoffs und des Cupfinals grundsätzlich von einer misslungenen Saison sprechen können. „Mit der Playoutserie jedoch bin ich soweit zufrieden, aber das verlorene Spiel vom Samstag ist schon ein Dorn im Auge“, ergänzt er. Es zeige das Auf- und Ab, welches das Team während der Saison gehabt habe.


„Wir haben zu wenig konstant gespielt und oftmals nicht gezeigt, was wir können“, schlussfolgert auch Trainer Matthias Gafner und ergänzt, dass dies auch eine Frage der [fehlenden] Erfahrung sein könne. Man habe gewusst, dass es schwierig werden würde, aber aufgrund des Verpassens der Ziele könne er unter dem Strich mit der Saison nicht zufrieden sein.


Enttäuscht zeigt sich auch Sportchef Werner Haller, gelangt aber zu einer zweigeteilten Meinung und sieht mit den Leistungen der jungen Spieler auch einen positiven Aspekt: „Sie haben am Schluss zum Stamm gehört und eine gute Saison gezeigt. Das macht Freude für die Zukunft und zeigt das Potenzial auf“.

 

Unihockey Tigers - UHC Thun 9:4 (3:1, 3:1, 3:2)
Espace-Arena, Biglen. 149 Zuschauer. SR Anderegg/Röder.
Tore: 9. Math. Steiner (Y. Glauser) 1:0. 10. J. Saurer (A. Bühler) 1:1. 13. S. Flühmann 2:1. 17. Y. Aeschlimann (L. Meister) 3:1. 24. N. Ammann (J. Saurer) 3:2. 29. L. Meister (J. Lauber) 4:2. 33. S. Flühmann (M. Strohl) 5:2. 35. S. Steiner (J. Lauber/Ausschluss Garbely) 6:2. 42. N. Ammann 6:3. 47. R. Graber (P. Wüthrich) 6:4. 51. K. Kropf (J. Siegenthaler) 7:4. 53. Y. Aeschlimann (K. Kropf) 8:4. 58. K. Kropf (J. Lauber/Thun mit sechs Feldspielern) 9:4.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Tigers Langnau. 1mal 2 Minuten gegen UHC Thun.
Unihockey Tigers: Jürg Siegenthaler; Beer, Strohl; Stefan Siegenthaler, Meister; Langenegger, Jakob; Mathias Steiner, Glauser, Flühmann; Aeschlimann, Lauber, Kropf; Guggisberg, Simon Steiner; Luca Steiner; Mayer.
UHC Thun: Körner; Fankhauser, Yannick Bärtschi; Wüthrich, Saurer; Feiner, Kummer; Rehor, Ammann, Baumann; Bühler, Reto Graber, Bossel; Scheuner, Garbely, Mendrek; Lukas Bärtschi.
Bemerkungen: Tigers ohne Gfeller, Mosimann und Schlegel (alle verletzt), Thun ohne Simek, Götti, Remo Graber, Zimmermann und Decasper (alle verletzt). – 53. Time-Out Thun – Glauser (Tigers) und Saurer (Thun) als beste Spieler ausgezeichnet.

 


Autor*in
Thomas Blaser, Unihockey Tigers
Nachricht an die Redaktion
Statistik

Erstellt: 08.03.2020
Geändert: 09.03.2020
Klicks heute:
Klicks total: