«Unsere Infrastruktur ist nicht mehr zeitgemäss»
In Zäziwil steht beim Holzbauunternehmen Horibe AG eine umfassende bauliche und technische Erneuerung bevor. Der Betrieb will seine Produktion modernisieren, teilweise automatisieren und dafür in neue Maschinen investieren – mit erheblichem Platzbedarf. Zuerst berichtet darüber die Wochen-Zeitung für das Emmental und Entlebuch.
Die Horibe AG produziert in Zäziwil unter anderem Holzbauelemente, Tragkonstruktionen, Treppen und Holzverkleidungen. Der Familienbetrieb beschäftigt 18 Mitarbeitende und wird von Jürg Riesen gemeinsam mit seiner Frau Brigitte, Tochter Jasmin und Markus Antener geführt. Auch Tochter Martina Riesen ist Teil des Teams.
Neue Maschinen mit grossen Dimensionen
«Unsere Infrastruktur ist nicht mehr zeitgemäss», sagt Mitinhaber und Co-Geschäftsführer Jürg Riesen. Im Zentrum der Modernisierung stehen zwei neue Grossanlagen: Eine rund 30 Meter lange und fünf Meter breite Abbundanlage, welche das passgenaue Abbinden von Holzbalken ermöglicht, sowie ein Plattenbearbeitungszentrum, mit dem künftig Holzplatten bis zu acht Meter Länge und 2,5 Meter Breite verarbeitet werden können. Ziel ist eine effizientere, teilautomatisierte Produktion.
Neubau schafft Raum für Produktion, Gewerbe und Wohnen
Um den zusätzlichen Platzbedarf abzudecken, plant die Horibe AG den Rückbau eines bestehenden Gebäudes und den Bau einer neuen Produktionshalle mit Krananlage. Die Halle wird rund 550 Quadratmeter umfassen. Darüber entstehen zusätzliche Flächen, die vermietet werden sollen: eine Gewerbefläche für Dienstleistungsnutzungen sowie eine 3,5-Zimmer-Attikawohnung. Auf dem Dach sind Solarpanels vorgesehen, die einen Teil der Stromversorgung sicherstellen sollen.
Schulungsraum auch für externe Nutzung
Besonders für die Öffentlichkeit relevant ist der geplante Schulungsraum für bis zu 50 Personen. Dieser soll nur teilweise durch die Firma selbst genutzt werden und in den übrigen Zeiten – insbesondere abends – auch extern buchbar sein. Gedacht ist an Vereinsanlässe, Gruppenevents oder Schulungen. Der Raum wird technisch ausgestattet und verfügt über eine Kaffeeecke sowie sanitäre Anlagen.
Betrieb läuft während der Bauzeit weiter
Sobald die Baubewilligung vorliegt, sollen die Vorbereitungsarbeiten beginnen. Zunächst muss die bestehende Halle vollständig geräumt und zurückgebaut werden, bevor der Neubau starten kann. Ein grosser Teil der Bauarbeiten wird vom Unternehmen selbst ausgeführt.
Trotz Bauphase soll der Betrieb weiterlaufen. Die Bauzeit wird auf rund vier Monate veranschlagt. Anschliessend folgen Einrichtung und Inbetriebnahme der neuen Halle – der Abschluss des Gesamtprojekts erfolgt in weiteren Etappen.