Deutlicher Entscheid

Vechigen stellt sich hinter die Schulpläne

Die Vechiger Stimmbevölkerung hat den 15-Millionen-Kredit für die Gesamterneuerung der Schulanlage Utzigen-Littewil mit grosser Mehrheit angenommen. 76,3 Prozent stimmten Ja. Gemeindepräsidentin Nadia Lützelschwab zeigt sich gegenüber BERN-OST erfreut über das deutliche Resultat.

Res Reinhard, res.reinhard@bern-ost.ch

1'878 Vechigerinnen und Vechiger legten am Sonntag ein Ja in die Urne, 554 stimmten Nein. Damit wurde der indexierte Investitionskredit von 15 Millionen Franken mit einem Ja-Anteil von 76,3 Prozent angenommen. Die Stimmbeteiligung betrug 51,8 Prozent.

 

Mit dem Entscheid wird gleichzeitig die Entnahme von 3,5 Millionen Franken aus der Spezialfinanzierung zum Ausgleich von planungsbedingten Mehrwerten genehmigt.

«Es freut uns ausserordentlich»

«Wir haben gehofft, dass es so deutlich wird», sagt Gemeindepräsidentin Nadia Lützelschwab auf Anfrage von BERN-OST. Es freue den Gemeinderat ausserordentlich, dass eine so grosse Zahl von Vechigerinnen und Vechigern hinter dem Projekt stehe.

 

Das klare Ergebnis ist auch deshalb bemerkenswert, weil sich im Vorfeld Widerstand gegen das Projekt formiert hatte. Ein anonymes Flugblatt hatte unter anderem die Grösse und die Kosten des Projekts kritisiert und vor einer höheren Verschuldung sowie möglichen späteren Steuererhöhungen gewarnt.

 

Lützelschwab will die unterschiedlichen Meinungen nicht überbewerten: «Es herrschen immer verschiedene Meinungen, und das ist ja auch gut so in einer Demokratie.» Das deutliche Ergebnis führt sie vor allem auf das Bedürfnis im oberen Gemeindegebiet zurück, wieder über eine Schulanlage zu verfügen, die den heutigen Ansprüchen genügt. Gleichzeitig zeige das Resultat ihrer Ansicht nach, dass auch die Bevölkerung in den übrigen Gemeindeteilen die Strategie mit verschiedenen Schulstandorten unterstütze.

Gemeindepräsidentin widerspricht Finanzkritik

Der Warnung der Gegner vor möglichen Steuererhöhungen widerspricht Lützelschwab. «Das trifft nicht zu. Wir werden im November ja sogar eine Steuersenkung beantragen.»

 

Die Gemeinde habe ihre Investitionsplanung analysiert und die anstehenden Projekte darin berücksichtigt. Vechigen verfüge derzeit über kein Fremdkapital und sei vollständig selbstfinanziert, sagt Lützelschwab. Deshalb sei es aus Sicht des Gemeinderates vertretbar, für die Erneuerung der Schulanlage Fremdkapital aufzunehmen. Die Amortisation werde man dabei genau im Auge behalten.

Baustart im Sommer 2027

Mit dem Ja kann das Projekt nun weitergeführt werden. Vorgesehen sind ein neues Schulhaus westlich der bestehenden Turnhalle, die Sanierung der Turnhalle und eine Neugestaltung der Umgebung. Während der Bauarbeiten soll der Schulbetrieb in den bestehenden Gebäuden weiterlaufen, womit auf Schulprovisorien verzichtet werden kann.

 

Am Zeitplan hält die Gemeinde fest. «Es ist das erklärte Ziel, den Baustart im Sommer 2027 zu machen», sagt Lützelschwab.

 

Nach den bisherigen Plänen soll das neue Schulhaus im Sommer 2028 bezogen werden. Anschliessend sollen das bisherige Schulhaus und der Kindergarten zurückgebaut, die Turnhalle saniert und die Umgebung fertiggestellt werden.


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Res Reinhard, res.reinhard@bern-ost.ch
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Erstellt: 27.09.2026
Geändert: 27.09.2026
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