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Vechigen/Stettlen/Bolligen: Nur in einer Gemeinde gehen die Steuern rauf

Die Gemeinden rechnen für 2021 wegen der Corona-Pandemie und dem Lockdown im vergangenen Frühling mit weniger Steuereinnahmen als 2020. Die Ausnahme ist Stettlen, das dank einer Steuererhöhung Mehreinnahmen budgetiert. 

Die Gemeinden rechnen mit weniger Steuereinnahmen - sofern der Steuersatz gleich bleibt. (Symbolbild: Archiv BERN-OST)

Das Budget 2021 der Gemeinde Vechigen weist bei einem Totalaufwand von rund 22,794 Millionen und einem Ertrag von rund 23,629 Millionen Franken vor den zusätzlichen Abschreibungen einen Ertragsüberschuss von 835'520 Franken auf.  Die Steueranlage von 1,64 Einheiten sowie die Liegenschaftssteuern von 1,3 Promille bleiben unverändert.

 

Vechigen: 4 Prozent weniger Steuereinnahmen

Gegenüber dem Budget 2020 entspricht das einer Verschlechterung um 168'070 Franken. Aufgrund der ungewissen Auswirkungen der Corona-Pandemie rechnet der Gemeinderat mit einer halben Million oder 4 Prozent weniger Steuereinnahmen. Die Reduktion basiert auf den Prognosen der kantonalen Steuerverwaltung, welche mit einer Steuereinbusse von etwa 5 Prozent rechnet, sowie auf den Steuererträgen derJahre 2019 und 2020. Angesichts dieser Prognosen hat der Gemeinderat das Budget gegenüber einer ersten Version um 616‘380 Franken gekürzt. Gespart wurde an diversen Orten, am meisten beim Sachaufwand, zu dem beispielsweise der Strassenunterhalt gehört.

 

Stettlen: Defizit trotz Steuererhöhung

Anders als Vechigen sieht die Gemeinde Stettlen eine Steuererhöhung um 1 Zehntel auf 1,6 Prozent vor. Der Steuerertrag soll infolgedessen um rund 5,9 Prozent höher ausfallen als im Vorjahresbudget. Trotzdem weist das Budget ein Defizit aus. Dieses beträgt für den Gesamthaushalt bei einem Aufwand von 13,5 Millionen 87'900 Franken. Im Vorjahr hatte das Defizit 154'400 betragen. 

 

Allein beim Lastenausgleich Sozialhilfe rechnet Stettlen mit 241'800 Franken Mehrausgaben im Vergleich zum Vorjahresbudget. Des Weiteren sind aufgrund von geplanten Investitionen Abschreibungen von 905'900 Franken im Gesamthaushalt vorgesehen, welche die Erfolgsrechnung überdurchschnittlich belasten. Um die Finanzen zu schonen hat die Gemeinde diverse Investionsprojekte verschoben, unter anderem die Sanierung der Bahnhofstrasse. Gekürzt wurde auch beim Unterhalt der Liegenschaften und Gemeindestrassen, ausserdem verzichtet die Gemeinde auf eine Erneuerung der Website.

 

Bolligen: Gewinn dank Spezialfinanzierungen

Die Gemeinde Bolligen rechnet im Gesamthaushalt mit einem Ertragsüberschuss von 311'200 Franken. Das Budget basiert auf unveränderten Steueranlagen von 1,6 Einheiten bei den allgemeinen Steuern und 1 Promille für die Liegenschaften. Die Steuereinnahmen wurden vom Gemeinderat stark nach unten korrigiert. Es werden rund 860'000 Franken oder 4 Prozent weniger erwartet als im laufenden Jahr. Der Ertragsüberschuss kam durch gute Ergebnisse bei den Spezialfinanzierungen zustande.


Autor*in
pd/abu, info@bern-ost.ch
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Erstellt: 15.11.2020
Geändert: 15.11.2020
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