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"Volk könnte Bundesrat lynchen": Christine Kohli (FDP Kiesental) macht auf Trump

Christine Kohli (41), Vorstandsmitglied der FDP Kiesental, hat getwittert, dass das Volk den Bundesrat "lynchen" könnte. Parteipräsident Nicolas Buntschu wird den Ausschluss des umstrittenen Mitglieds verlangen.

Christine Kohli provozierte auf Twtter. Nun erwägt die FDP Kiesental ihren Ausschluss. (Bild: Archiv BERN-OST)

Der Tweet, den Christine Kohli absetzte, erinnert stark an den von Donald Trump provozierten Sturm auf das Capitol vom 6. Januar: "Ich glaube, die dritte Welle wird nicht Corona sein, sondern das Volk, das vors Bundeshaus zieht und den Bundeshaus lyncht", twitterte die Marketing- und Kommunikationsfachfrau laut der Zeitung "Der Bund" diese Woche. Leider sei zu befürchten, "dass die 'Pandemie' nur duch einen Aufstand unsererseits beendet werden kann". Mit dem in Anführungs- und Schlusszeichen gesetzten Begriff der Pandemie stellt Kohli die Existenz der Seuche gleich grundsätzlich in Frage.

 

Kohli soll aus FDP Kiesental ausgeschlossen werden

Während der kantonale Vizepräsident Adrian Haas und auch die Verfasserin den Tweet laut "Bund" relativierten, findet Nicolas Buntschu, Präsident der FDP Kiesental, deutliche Worte: "Wir distanzieren uns in aller Form von diesem Tweet." Die Aussagen seien der Partei unwürdig und man werde einen Ausschluss von Christine Kohli  prüfen. Und: "Ja, ich selber bin für einen Ausschluss", so Buntschu.

 

Nicht zum ersten Mal

Christine Kohli hat ihre Partei in der Vergangenheit bereits mehr als einmal mit Tweets aufgeschreckt. So hat sie etwa nach den islamistischen Attentaten in Paris vor sechs Jahren ein nächtliches Ausgehverbot für Muslime und die Schliessung von Moscheen propagiert. 


Autor*in
pd / Res Reinhard, res.reinhard@bern-ost.ch
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Erstellt: 20.02.2021
Geändert: 20.02.2021
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