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Vom Panikmoment zum Aufsteller: Pilates-Trainerinnen satteln auf Skype um

„Hilfe, unser Geschäft!“ – das war der Gedanke, der Claudia Wachs und Dorette Berger vom Pilates-Studio „Movement is life“ als erstes durch den Kopf ging, als sie mit den neuen wirtschaftlichen Einschränkungen aufgrund der Coronakrise konfrontiert wurden. Doch lange hielten sie sich damit nicht auf. Nun bieten sie ihren Unterricht virtuell an.

"Kräftig bleiben und etwas Gutes tun für die Gesundheit": Pilates-Trainerin Claudia Wachs unterrichtet nun vor dem Laptop. (Bils: zvg)
Blumen und Licht für eine gute Stimmung: Auch Dorette Berger zieht den Unterricht mit ihren Pilates-Schülerinnen und Schülern via Skype weiter. (Bild: zvg)

Neben der Angst vor den finanziellen Schwierigkeiten, die drohen, war auch etwas anderes wichtig für die beiden Trainerinnen: „Wir haben Gruppen, die schon jahrelang gemeinsam trainieren. So können sie die Gemeinschaft weiterpflegen, und Bewegung ist wichtig und auch gut fürs Gemüt“, sagt Wachs.

 

So treffen sich mittlerweile schon bis zu 25 Personen zur Lektion, die via den Online-Videotelefonie-Dienst Skype in Echtzeit stattfindet. "Die Teilnehmenden melden sich bei uns an und wir laden Sie dann alle gemeinsam auf Skype zur Lektion ein", erklärt Wachs.

 

Nicht nur Pilates

Sie und Berger unterrichten normalerweise in Worb, Trimstein, Münsingen und Langnau. Sie bieten neben Pilates unter anderem auch Lektionen in Yoga, Sypoba, TRX und Cardio an, wovon einige nun auch virtuell stattfinden.

 

Beide trainieren sowohl öffentlichen Gruppen und Einzelpersonen wie auch auch Frauenvereine. „Letztere haben vorbezahlt und erhalten von uns nun jede Woche ein YouTube-Video, mit dem sie trainieren können“, sagt Wachs.

 

Wachs: "Es ist auch Werbung für uns"

Die Skype-Lektionen bieten die beiden Trainerinnen vorerst gratis an. Danach wollen sie etwas dafür verlangen, aber weniger als sonst. „Wir können die Leute während dem Training zum Beispiel nicht korrigieren“, begründet Wachs.

 

Zudem sei das Angebot auch Werbung für sie. „Vielleicht bleiben einige dann bei uns“, sagt sie.

 

Etwas tun trotz Quarantäne

Vor allem wollen die beiden aber nach dem Motto „Wir machen weiter!“ ein positives Zeichen setzen. „Auch bei voller Quarantäne kann man etwas machen“, sagt Wachs. Und es sei wichtig, Struktur in den Tag zu bringen, wenn jetzt der gewöhnliche Alltag wegfalle. Die wöchentliche Pilates-Lektion mit bekannten Gesichtern zur bestimmen Zeit – ein Lichtblick.

 

[i] Zur Webseite von Movement is life mit der Anleitung und dem Stundenplan


Autor
Isabelle Berger, isabelle.berger@bern-ost.ch
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Erstellt: 27.03.2020
Geändert: 27.03.2020
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