Vom leeren Regal zum laufenden Laden
Vor eineinhalb Jahren eröffnete Adrian und Barbara Waber «Mi Hoflade». Schon kurz vor der Eröffnung konnten wir einen ersten Blick in die leeren Regale werfen. Heute zeigt sich, welche Produkte nachgefragt werden, wie sich das Sortiment eingespielt hat und welche Rolle der Laden für die Kundschaft spielt.
Kurz vor der Eröffnung vor eineinhalb Jahren waren die Regale noch leer, erinnert sich Waber an unser letztes Treffen. «Damals wussten wir noch nicht, wie die Nachfrage ist und wie viel Ware wir brauchen. Mittlerweile hat sich das gut eingependelt. Überschüssige Ware haben wir kaum.» Die Kundschaft ermögliche es, frische Produkte ständig verfügbar zu haben – ein wichtiger Faktor für den Erfolg von «Mi Hoflade».
Regionale Produkte und eigene Kreationen
Besonders geschätzt werden laut Waber die regionalen Produkte. «Alle leckeren Sachen aus der Region bekommt man bei uns», sagt er. Zugleich orientiert sich das Sortiment an saisonalen Angeboten: Aktuell stehen Fondue und Raclette im Vordergrund, und «Mi Hoflade» hat dafür ein eigenes Fondue-Angebot entwickelt.
Das Angebot an Geschenken ist ganzjährig beliebt. Geschenk-Seckli, Geschenkkörbe oder speziell zusammengestellte Firmenpräsente werden häufig für Geburtstage, Kundengeschenke oder Mitbringsel genutzt. Gleichzeitig entwickelt Waber eigene Produkte, wie etwa eine fertige Kürbissuppe, die nur noch aufgewärmt werden muss und sich so als schnelle Mahlzeit eignet.
Für Pendler, Handwerker und Stammkundschaft
«Mi Hoflade» ist nicht nur für den täglichen Einkauf interessant, sondern auch für eine kurze Pause. Handwerker und Pendler holen sich regelmässig ein Sandwich zum Znüni – nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter. Neben dieser Laufkundschaft hat sich eine Stammkundschaft etabliert, die den Laden regelmässig besucht.
Die Kunden nennen mehrere Faktoren, die den «Mi Hoflade» erfolgreich machen, sagt Waber: «Ein breites Sortiment, frische Salate, Spezialitäten, die es sonst kaum gibt, und lange Öffnungszeiten, sieben Tage die Woche.» Er vergleicht das Angebot mit einem kleinen Markt unter einem Dach, bei dem mehrere lokale Produzenten ihre Waren anbieten. Trotz Nähe zum Dorfladen Volg gebe es keinen Konkurrenzdruck, da Haushaltsartikel und Toilettenprodukte im Hofladen fehlen.
Zukunftspläne
Für die kommenden Monate plant Waber, die Präsenz auf Social Media auszubauen und das Sortiment weiterzuentwickeln, vor allem die Eigenprodukte. «Die Zusammenarbeit mit den lokalen Bauern schätze ich sehr, und sie wird auch von unseren Kundinnen und Kunden geschätzt», sagt er.
«Am Anfang hatte ich schon Respekt, ob der Laden funktioniert, da oft vom Lädeli-Sterben die Rede ist», erinnert sich Waber. «Die Nachfrage zeigt aber, dass das Konzept aufgeht. Dennoch müssen wir weiter Ideen entwickeln und Angebote prüfen. Auf den Lorbeeren ausruhen, das liegt nicht drin.»
Webseite von "Mi Hoflade"