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Fahrendes Museum: Vorzeitiges Saisonende der historischen Postautolinie

Infolge der COVID-19 Krise konnte der Betrieb der historischen Postautolinie erst im Juli 2020 aufgenommen werden. Durch die fehlenden Fahrgäste ist der finanzielle Verlust derart gross, dass der Vorstand des Trägervereins die sofortige Einstellung des Betriebs beschliessen musste.

Das fahrende Museum: Einer der Streckenbusse. (Bild: zvg)

Die Corona-Krise hat auch die historische Postautolinie schwer getroffen, heisst es in einer Pressemitteilung des Trägervereins "Historische Postautolinie". Der Verein musste den planmässigen Betrieb in den Monaten Mai und Juni komplett einstellen. Mit einem erweiterten Schutzkonzept konnte der Betrieb im Juli endlich wieder aufgenommen werden. Es wurde jedoch schnell klar, dass die Maskenpflicht und die generelle Angst vor dem Virus viele Kund*innen von Freizeitreisen abhält. Die finanziellen Verluste sind so hoch, dass der Vorstand des Trägervereins den Betrieb für dieses Jahr einstellen wird.

 

Diebstahl auf der Strecke

Zu allem hinzu kommt, dass der Trägerverein Opfer eines "dreisten Diebstahls" wurde, wie er in seiner Mitteilung schreibt. Insgesamt wurden zwei Verkehrsschilder und ein Haltestellenschild gestohlen. Beim Versuch eines erneuten Diebstahls wurden zwei weitere Haltestellenschilder beschädigt. Die beiden Schilder wurden derart beschädigt, dass sie ersetzt werden mussten. Der Gesamtschaden beläuft sich auf rund 2 000 Franken.

 

Um den Betrieb im nächsten Jahr wieder aufnehmen zu können, ist der Trägerverein auf finanzielle Unterstützung angewiesen. "Wir hoffen sehr, die vielen Freunde des historischen Postautos ab Mai 2021 wiederum auf der Moosegg-Linie begrüssen zu können", heisst es in der Mitteilung.

 

[i] Der Verein Historische Postautolinie betreibt seit Juni 2017 die konzessionierte Buslinie 30.272 von Biglen Bahnhof über die Moosegg nach Emmenmatt. Jeden zweiten Sonntag in den Monaten Mai bis Oktober mit historischen, ganz in der Schweiz gebauten Fahrzeugen und versteht sich als rollendes Museum. Dank zahlreichen Gönnern und Sponsoren können familienfreundliche Fahrpreise angeboten werden. Der Verein ist gemeinnützig und konfessionell sowie politisch neutral.


Autor*in
pd/az, info@bern-ost.ch
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Erstellt: 13.10.2020
Geändert: 13.10.2020
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