Wäseli und Trimstein räumen ab
Auf der Schwägalp beim Schwingen dominierten die Berner. Am Interkantonalen Hornusserfest in Lyss waren es die Teams aus dem Mittelländischen-Westschweizerischen Hornusserverband.
Nach einem erfolgreichen Feststart am Samstag für das OK und die vielen Helfer griffen am Sonntagmorgen die 1. und 2. Stärkeklasse an. Die Planung war optimal Parkplatz und Festgelände lagen gleich nebeneinander und davor die Ries.
Spiel trotz Hitze
Damit es bei der Riesarbeit keine Irritationen durch die parkierten Autos gab, wurde mit acht Reihen Mais ein natürlicher Blendschutz aufgestellt. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit erfolgte das Startsignal nicht mit dem bewährten Böller, sondern es kam ein Horn zum Zuge. Vor der Mittagspause gab es bereits die ersten paar Numeros, da die Sichtverhältnisse nicht ganz einfach waren.
Am Nachmittag wurden die Sichtverhältnisse etwas besser, aber die steigenden Temperaturen waren eine grosse Herausforderung die Konzentration hoch zu halten und so gab es auch am Nachmittag noch ein paar Numeros. Unfälle gab es keine, aber die Sanität hatte gleichwohl zu tun, aufgrund von ein paar Schwächeanfällen bei den Hornusserinnen und Hornussern.
Wäseli gewinnt die 1. Stärkeklasse
In der 1. Stärkeklasse trafen sich am Mittag Wäseli A und Bern-Beundenfeld A auf Ries 1, um den Festsieg unter sich auszumachen. Die beiden Teams waren bereits zu diesem Zeitpunkt der Konkurrenz enteilt und es konnte sie nur noch ein Numero zurückwerfen. Dies passierte nicht und so gewann Wäseli A vor Bern-Beundenfeld A. Das dritte Trinkhorn ergatterte sich Röthenbach i. E. A und Utzigen A gewann das vierte Trinkhorn. Total konnten 13 Teams ihr Ries sauber halten.
Trimstein holt den Festsieg
In der 2. Stärkeklasse war das Rennen deutlich enger und bis am Abend blieben auch nur sieben Teams ohne Numero. Am Mittag startete Urtenen B vor Rüedisbach mit der besten Ausgangslage für den Festsieg. Durch zwei kassierte Numeros fiel Urtenen B aus der Entscheidung. Rüedisbach konnte davon nicht direkt profitieren, da sie nach dem Mittag etwas Nerven zeigten und im 3. und 4. Umgang nicht mehr ganz an die Leistung des Vormittags anknüpfen konnten.
Sie fingen sich aber wieder und konnten am Abend über das dritte Horn jubeln. Den Festsieg in der 2. Stärkeklasse holte sich nach einem Steigerungslauf von Umgang zu Umgang Trimstein A knapp vor Stalden-Dorf A. Das vierte Horn sicherte sich Habstetten. Das es sich lohnen kann, nach einem Numero weiterzukämpfen, erlebte Dürrenroth-Schmidigen A. Sie holten sich mit ein Numero noch den letzten Mannschaftspreis.
MWHV dominiert auch bei den Einzelschlägern
Bei den Teams gewannen jeweils Vertreter aus dem MWHV. Sollte sich dies auch bei den Einzelschlägern fortsetzen? In der 1. Stärkeklasse kann diese Frage klar mit ja beantwortet werden. Den Festsieg holte sich Patrick Iff Urtenen A mit128 Punkten vor den beiden Teamkameraden von Wäseli A Christoff Howald 127 Punkte und Andreas Keller 126 Punkte. Einzig beim besten Nachwuchshornusser ging die Auszeichnung nicht in den MWHV, sondern in den EMHV an Swen Gasser Oschwand-Biembach A 70 Punkte.
In der 2. Stärkeklasse wurde dann die Dominanz des MWHV leicht durchbrochen. Der Festsieger kommt auch dem Emmental. Konrad Blaser Oberthal setzte sich mit 123 Punkten durch vor Tim Käser Gasel 121 Punkte und Fritz Kaufmann Münchenbuchsee-Wohlen A 120 Punkte. Bester Nachwuchshornusser wurde Filipp Friedli Rüedisbach 66 Punkte.
Gemütlicher Ausklang
Nach der Rangverkündigung leerte sich das Festzelt relativ rasch, da es doch etwas schwül wurde. Die Hornusserinnen und Hornusser genossen den Abend auf dem grossen Festgelände bei etwas angenehmeren Temperaturen und angeregten Gesprächen und schauten auch darauf ihren Flüssigkeitsverlust durch den Tag wieder aufzufüllen.