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Kein Kampf ums Präsidium: SP und Freie Wähler Walkringen treten nur für Gemeinderat an

Nach der SVP (BERN-OST berichtete) haben nun auch die Freien Wähler und die SP Walkringen ihre Kandidat*innen für den Gemeinderat nominiert. Für das Präsidium blieb Hanspeter Aeschlimann einziger Kandidat. Er wurde vom Gemeinderat bereits in stiller Wahl als gewählt erklärt.

Hanspeter Aeschlimann wurde mangels Gegenkandidat*innen bereits für still gewählt erklärt. (Bild: Archiv BERN-OST/zvg)

Für die Freien Wähler Walkringen (FWW) kandidieren die Bisherige Ursula Röthlisberger und neu Thomas Bücherer und Patric Wegmüller. Lisbeth Zogg-Hohn, die zweite FWW-Gemeinderätin, tritt nicht mehr an (BERN-OST berichtete). "Unser Ziel ist, die beiden Sitze zu halten", sagt FWW-Präsident Hans Peter Stalder. "Da der Gemeinderat auf die kommende Legislaturperiode von sechs auf vier Mitglieder plus Gemeindepräsident reduziert wird, wird das aber nicht ganz einfach."

 

Für das Präsidium verzichten die FWW auf eine Kandidatur. "Wenn wir jemanden gefunden hätten, hätten wir schon jemanden aufgestellt. Es wäre eine spannendere Wahl gewesen."

 

Auch die SP sieht der Reduktion der Sitze nicht völlig gelassen entgegen. "Für uns ist es ein wichtiges Ziel, unseren einzigen Sitz zu halten. Aber mit der neuen Situation sind wir sicher die, die am meisten Angst haben müssen", sagt SP-Präsidentin Kathrin Schneider-Baumann. Nebst ihrem Mann, dem bisherigen Gemeinderat Andreas Schneider, stünden mit Evelyne Brogle und Ursula Lehmann zwei qualifizierte Frauen zur Wahl. "Eine SP-Liste ohne Frauen war für uns als soziale Partei unvorstellbar", sagt Schneider-Baumann dazu.

 

"Wir wollen nicht verheizt werden"

"Wir wussten, dass jemand aus der SVP kandidiert und wir damit kaum Chancen hätten", erklärt die Parteipräsidentin den Entscheid, für das Gemeindepräsidium niemanden aufzustellen. Auf Walkringen kämen nach dem Verkauf diverser Gemeindeliegenschaften, die für etwas Entspannung sorgten, finanziell schwierige Zeiten zu. "Da wollen wir nicht verheizt werden und dass es dann heisst, "unter der SVP lief es gut, unter der SP gehts bergab". Wir sind gespannt, wie die SVP und ihr neuer Gemeindepräsident diese Herausforderung meistern werden."

 

Damit ist klar: Die Gemeinderatswahl erhält durch die Reduktion der Sitze zwar etwas Spannung. Der zukünftige Gemeindepräsident ist mit Hanspeter Aeschlimann (SVP) allerdings bereits bekannt. Er wurde vom Gemeinderat in stiller Wahl als gewählt erklärt.


Autor*in
Anina Bundi, anina.bundi@bern-ost.ch
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Erstellt: 14.09.2020
Geändert: 14.09.2020
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