Was sich in Biglen geändert hat
Die Sanierung der Ortsdurchfahrt Biglen ist abgeschlossen. Doch die neue Gestaltung der Rohrstrasse wirft Fragen auf. Nun ist klar, was die gelben Streifen am Strassenrand bedeuten und welche Regeln an der Bärenkreuzung gelten.
Wie die Gemeinde im «Biglebach» schreibt, gingen bei der Gemeindeverwaltung Fragen zur Bedeutung der neuen Strassenmarkierungen ein. Bei den breiten gelben Bändern auf beiden Seiten der Rohrstrasse handelt es sich laut Gemeinde um eine «farbliche Gestaltung von Strassenoberflächen», kurz FGSO. Die Streifen sind keine Strassenmarkierungen im Sinne der Signalisationsverordnung.
Der Kanton hat nach der Sanierung auf eine Mittellinie verzichtet. Stattdessen sollen die farbigen Bänder die Fahrbahn optisch gestalten und dazu beitragen, dass Verkehrsteilnehmende aufmerksam und vorsichtig fahren. Die gelben Streifen dürfen befahren werden. Auch an der Geschwindigkeit hat sich nichts geändert. Auf der Rohrstrasse gilt weiterhin generell Tempo 50.
Rechtsvortritt an der Bärenkreuzung
Während der Bauarbeiten wurde die Vortrittsregelung bei der Bärenkreuzung vorübergehend geändert. Das Tiefbauamt des Kantons Bern hat inzwischen den Rechtsvortritt wieder markiert. Damit gilt an der Kreuzung wieder dieselbe Regel wie vor der Sanierung.
Die Sanierung der Ortsdurchfahrt Biglen hatte eine lange Vorgeschichte. Bereits 2013 berichtete BERN-OST über die geplante Neugestaltung. Im Februar 2025 starteten die Bauarbeiten an der Rohrstrasse. Neben der Fahrbahn wurden auch Fussgängerquerungen, Bushaltestellen und der Kreisel beim Bahnhof angepasst. Nach Monaten mit Umleitungen und Einschränkungen wurde im Sommer 2026 der Deckbelag eingebaut und die Sanierung abgeschlossen.