Weniger Parkplätze – dafür mehr Komfort für Aareschwimmer
Der Vorplatz des Parkbads Münsingen soll neu gestaltet werden. Geplant sind mehr Grünflächen, neue Aare-Einstiege, eine Tempo-20-Zone und weniger Parkplätze.
Beim Badi-Vorplatz Münsingen ist alles bereit für den Umbau. Nur das Geld fehlt noch. Der Gemeinderat beantragt dem Parlament einen Kredit von 2.3 Millionen Franken.
Nachdem die neue Schützenfahrbrücke in Betrieb ist, soll jetzt das Ufer freundlicher gestaltet werden. Laut Gemeinde soll aus dem Bereich um Brücke, Aare und Parkbad ein attraktiver Aufenthaltsort werden.
Neue Ufergestaltung für Schwimm- und Bootfans
Geplant sind neue Zugänge für Aareschwimmerinnen und Böötler, eine Zone mit Tempo 20 sowie ein Ausbau der Bushaltestelle. Zudem wird das Aareufer naturnah gestaltet: Sitzgelegenheiten aus Naturstein, mehr Grünflächen und zusätzliche Bäume sollen für mehr Schatten sorgen. Vor der Schützenfahrbrücke wird ein behindertengerechter Aare-Ausstieg gebaut. Zudem wird darauf geachtet, dass ein möglichst angenehmer Ein- und Ausstieg möglich ist. Die Treppe wird aus Naturstein erstellt, um möglichst wenig Beton zu verwenden.
Im strömungsarmen Bereich unterhalb des Dammes entsteht für die Aareböötler ein sicherer Ein- und Ausstieg. Im Uferbereich wird ein absatzloser, begehbarer und fester Naturboden gebaut.
Weniger Parkplätze, mehr Platz für Velos
Spürbar wird die Veränderung auch bei den Parkplätzen. 36 Parkplätze werden aufgehoben. Künftig stehen immer noch 204 Parkplätze für Autos zur Verfügung. Gleichzeitig wird die Zahl der Veloabstellplätze von heute rund 370 auf 456 erhöht. Dazu kommen 28 Plätze für Spezialvelos. Für die Umsetzung müssen voraussichtlich fünf Bäume gefällt werden. Vorgesehen ist die Pflanzung von insgesamt dreizehn neuen Bäumen.
Bau ab Herbst geplant
Wenn das Parlament den Kredit bewilligt, sollen die Bauarbeiten noch diesen Herbst beginnen. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis in den Frühling.
Nicht umgesetzt wird ein Parkbelegungssystem mit Kameras. Die Gemeinde prüfte diese Möglichkeit, kam aber zum Schluss, dass die Investitionskosten von rund 60'000 Franken und die jährlichen Betriebskosten von 2'000 Franken in keinem vernünftigen Verhältnis zum Nutzen stehen.
Kanton beteiligt sich
Der Kanton Bern wird sich voraussichtlich mit rund 150'000 Franken an den Kosten beteiligen. Weitere Beiträge sind noch in Abklärung. Das Münsinger Gemeindeparlament wird am 9. Juni über die 2.3 Millionen Franken für den Umbau abstimmen.