Sommerserie «Jung und auf dem Sprung»

«Wenn nach langem Üben ein Element endlich gelingt, ist das ein schönes Glücksgefühl»

Viele junge Menschen gehen mit Leidenschaft einem spannenden Hobby nach, sind vielleicht sogar auf dem Sprung zu Grossem. Wir haben uns umgehört und allein in der Schule Walkringen schon etliche junge Talente entdeckt. Mara Feller, 15, machte spontan bei unserer lockeren Sommerserie mit: Sie erzählt, was Rollkunstlauf ist und was ihr daran so gut gefällt.

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Mara Feller beim Schaulaufen: Die Figuren und Sprünge müssen lange geübt werden. (Foto: zvg)

BERN-OST: Mara, beschreib kurz, wer du bist.

Mara Feller: Ich bin 15 Jahre alt und komme nach den Sommerferien in die neunte Klasse. Ich wohne in Walkringen mit meinen Eltern und meinem drei Jahre älteren Bruder Noah. Meine grösste Leidenschaft ist das Rollkunstlaufen.

 

Du hast offenbar besonders viel Schwung und Talent dafür – erzähl einmal, was du machst!

Rollkunstlauf ist wie Eiskunstlauf, einfach auf Rollschuhen statt auf Schlittschuhen. Ich bin seit dem 1. Oktober 2020 Mitglied im Roll-Artistik-Club Langnau und trainiere dort drei Mal pro Woche. Dabei lerne ich immer wieder neue Sprünge, Pirouetten und Choreografien. Ich nehme regelmässig an Wettkämpfen teil und durfte dabei schon einige schöne Erfolge feiern.

Was hat dich zu diesem Hobby gebracht?

Zum Rollkunstlauf bin ich durch den Ferienspass gekommen. Anfangs war ich noch etwas unsicher, ob mir dieser Sport überhaupt gefallen würde. Trotzdem habe ich mich angemeldet und einen Nachmittag lang mitgemacht. Es hat mir dann so viel Spass gemacht, dass ich etwa ein Jahr später mein erstes Probetraining besuchte. Danach war ich noch mehrere Male im Schnuppertraining und trat schliesslich dem Roll-Artistik-Club Langnau bei.

Und du bist offenbar inzwischen schon richtig gut im Rollkunstlauf …

Ja, in dieser Zeit habe ich viele neue Elemente gelernt, mich immer weiter verbessert und viele schöne Erfahrungen gesammelt. Durchschnittlich nehme ich jedes Jahr an etwa fünf Wettkämpfen teil, dieses Jahr sind es etwas weniger.

 

Magst du Wettkämpfe?

Ja, zwar machen mir auch die Trainings sehr viel Spass, aber ich liebe die Wettkämpfe, weil ich dort zeigen kann, woran ich im Training gearbeitet habe. Am nervösesten bin ich immer in dem Moment, wenn mein Name aufgerufen wird und ich zur Startposition rolle. Sobald die Musik startet, verschwindet die Nervosität und ich kann mich voll auf meine Kür konzentrieren.

Wie geht das mit der Kür?

Etwa alle ein bis zwei Jahre bekommen wir eine neue Kür, also ein Programm mit Musik und Choreografie. Diese zeigen wir an Wettkämpfen, aber auch bei Veranstaltungen unseres Vereins, zum Beispiel am Schaulaufen oder am Sponsorenlauf.

 

Warum gefällt dir so gut, was du machst?

Mir gefällt, dass Rollkunstlauf Sport, Musik und Kreativität verbindet. Es macht Spass, neue Elemente zu lernen und zu merken, wie man sich mit jedem Training verbessert: Wenn nach langem Üben ein neues Element endlich gelingt, ist das ein richtig schönes Glücksgefühl. Vor allem die Sprünge sind ein ganz besonderes Gefühl.  Ausserdem macht mir das Training mit meinen Kolleginnen viel Freude.

Du springst und drehst auf Rollschuhen – das klingt schwierig.
Sowohl Sprünge als auch Pirouetten sind richtige Fleissarbeit. Manchmal merke ich schon während des Sprungs, ob er gut gelingt oder eher nicht. Manchmal geht aber alles so schnell, dass ich selbst erst bei der Landung weiss, ob er geklappt hat. Bei den Pirouetten kann man während der Drehung manchmal noch etwas korrigieren. Einfach sind sie aber trotzdem nicht. Bei den Pirouetten braucht es oft sogar noch etwas mehr Geduld, bis alles stimmt.

 

Ist dein Hobby inzwischen gar zu einem Berufswunsch geworden?

Nein. Für mich ist Rollkunstlauf ein Hobby, das ich im Breitensport ausübe. Es gibt zwar Spitzensportlerinnen und Spitzensportler im Rollkunstlauf, aber davon kann man in den meisten Fällen nicht leben. Deshalb möchte ich den Sport auch in Zukunft einfach mit viel Freude und Leidenschaft weitermachen

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In den Sommerferien beobachtete Mara an der Ostsee wunderschöne Naturschauspiele. (Foto: zvg)

Wie sehen deine Zukunftspläne aus?

Ich möchte mich weiter verbessern, neue Sprünge und Pirouetten lernen und an vielen Wettkämpfen teilnehmen. Mein Ziel ist es, mich jedes Jahr weiterzuentwickeln und möglichst lange Freude an diesem Sport zu haben.

 

Was lief diesen Sommer bei dir?

In den Sommerferien war ich mit meiner Familie an der Ostsee in den Ferien. Dort haben wir viel Zeit am Meer verbracht und verschiedene Städte besucht. Bevor die Schule wieder beginnt, habe ich noch an einem dreitägigen Intensivtraining in Seuzach teilgenommen. Dort hat unser Verein gemeinsam mit einem weiteren Rollkunstlauf-Club trainiert und sich intensiv auf die kommenden Wettkämpfe vorbereitet.

Mach auch mit!

In dieser Sommerserie «Jung und auf dem Sprung» porträtieren wir junge Leute, die mit viel Leidenschaft ein Hobby betreiben. Angefangen haben wir mit Schülerinnen und Schülern der Schule Walkringen, weil uns Schulleiter René Loosli gleich ein paar Tipps gegeben hat, aber es hat Platz für alle: Falls du uns über dich und dein besonderes Talent erzählen möchtest, melde dich unbedingt, wir sind gespannt! info@bern-ost.ch


Autor:in
Claudia Weiss, claudia.weiss@bern-ost.ch
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Erstellt: 09.08.2026
Geändert: 09.08.2026
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