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Wichtrach - Angst vor Schulzentralisierung

Wichtrach braucht mehr Platz an der Schule. Eine Spezialkommission befasst sich mit dem Thema und schlägt eine Zentralisierung der Schulen am Standort Stadelfeld vor. Vor Kurzem informierte die Gemeinde an einem öffentlichen Anlass über die Idee. Sie stiess auf wenig Anklang.

Die Schulanlage Stadelfeld in Wichtrach: Hier könnte die Schule mittels Anbau zentralisiert werden. (Bild: Archiv BERN-OST / primwichtrach.ch)

Die aktuell hohen und weiter steigenden Schüler*innenzahlen und der sich zuspitzende Platzmangel sind die Auslöser für die Überarbeitung der Wichtracher Schullandschaft (BERN-OST berichtete). Der Informationsanlass vom 3. September war zugleich der Beginn der offiziellen Mitwirkungszeit des Projekts "Entwicklung nachhaltige Schullandschaft ENS".

 

"Bei einem grossen Teil der Anwesenden handelte es sich um Eltern von aktuell kleineren Kindern", berichtet Gemeindepräsident und Vorsitzender der Spezialkommission ENS Bruno Riem in einer Medienmitteilung. Die Anwesenden hätten sich zum möglichen Szenario „Zentralisierung der Schullandschaft“ grundsätzlich kritisch geäussert.

 

Das Thema Schulweg überwog

"Die aufgezeigten Herausforderungen mit dem fehlenden Schulraum, dem kostenintensiven Sanierungsbedarf der teilweise in die Jahre gekommenen Schulliegenschaften, den aktuellen Anforderungen an Schulraum, den weitgehend fehlenden Möglichkeiten für die Umsetzung von alternativen Schulmodellen wie beispielsweise einer Ganztagesschule, die absehbaren Entwicklungsschwerpunkte in der Gemeinde sowie noch andere Erschwernisse wurden leider nicht aufgenommen und diskutiert", schreibt Riem. Praktisch sämtliche Voten hätten in Bezug zum Thema Schulweg und Schulwegsicherung gestanden. "Dies, obwohl für diese Bereiche Lösungsansätze aufgezeigt wurden", so Riem. Die kritischen Anliegen seien aufgenommen worden und würden in die weitere Projektarbeit einfliessen.

 

"Im Weiteren wurde teilweise so argumentiert, als sei die Zentralisierung bereits beschlossen", so Riem. Dies, obschon über den demokratischen Verlauf eines Grossprojektes informiert und betont worden sei, dass es sich im Moment um eine Möglichkeit handele, die es nun zu diskutieren gelte. "Die Spezialkommission ENS sowie der Gemeinderat fordern alle Wichtracherinnen und Wichtracher auf, sich an der Mitwirkung zu beteiligen", schreibt Riem. Besonders gefragt seien Eingaben, die sich mit den erwähnten Herausforderungen befassen und allenfalls echte Alternativen zu einer Zentralisierung aufzeigten. 

 

[i] Die Frist für die Meinungsäusserung dauert noch bis am 3. Oktober 2020. Der Fragebogen kann über die Gemeindewebseite www.wichtrach.ch bezogen und ausgefüllt werden.


Autor*in
Isabelle Berger, isabelle.berger@bern-ost.ch
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Erstellt: 13.09.2020
Geändert: 13.09.2020
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