Goldener Koch 2027

Wichtracherin Stefanie Siegenthaler steht im Finale

Stefanie Siegenthaler aus Wichtrach hat es geschafft: Die Küchenchefin des Casino Bern gehört zu den fünf Finalisten des Kochwettbewerbs «Goldener Koch 2027». Sie setzte sich beim Halbfinal-Camp in Bern gegen zwei weitere Kandidaten durch. Im Februar kämpft sie nun um den begehrten Titel.

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«Ein ewiger Zielkonflikt, aber Perfektion.» Für Stefanie Siegenthaler hat die Genauigkeit beim Kochen einen hohen Stellenwert. (Bild: zvg)

Sieben Köchinnen und Köche traten am Montag und Dienstag beim erstmals durchgeführten Halbfinal-Camp in Bern gegeneinander an. Stefanie Siegenthaler sicherte sich einen der fünf Finalplätze. Die Teilnehmenden mussten unter anderem eine Garnitur ihres eingereichten Fleischgerichts zubereiten. Bei der zweiten Aufgabe galt es, unter Zeitdruck aus einem geheimen Warenkorb ein Gericht zu kreieren. Zu den Pflichtzutaten gehörten ein ganzes Poulet und dunkler Geflügelfond.

Schon als Kind wollte sie Köchin werden

Für Stefanie Siegenthaler stand ihr Berufswunsch früh fest. Als Kind schaute sie Kochsendungen mit Anton Mosimann. Besonders dessen grosse Kochmütze beeindruckte sie. Obwohl in ihrer Familie keine ausgeprägte Kochtradition bestand, wollte sie nie etwas anderes werden.

Heute ist die Wichtracherin Executive Küchenchefin im Casino Bern. Ihren Kochstil beschreibt sie als klassisch-französisch, modern interpretiert. Beim Anrichten beginnt sie kreativ und arbeitet anschliessend so lange an einem Gericht, bis jeder Teller gleich aussieht. Auf die Frage, ob ihr Perfektion oder Tempo wichtiger sei, antwortet sie im offiziellen Porträt: «Ein ewiger Zielkonflikt, aber Perfektion.»

 

Ihr Chef meldete sie an

Wettbewerbe kennt Siegenthaler schon lange: Mit 16 Jahren gewann sie den Swiss Culinary Cup. Für den Goldenen Koch meldete sie ihr Chef Florian Bettschen kurzerhand an. «Jetzt bist du dran», sagte er zu ihr.

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Mittlerweile ist Siegenthaler die einzige Frau im Kampf um den Titel. (Bild: zvg)

Bettschen kennt den Wettbewerb aus eigener Erfahrung. 2017 nahm er selbst teil und erreichte den zweiten Platz. «Das fuchst ihn heute noch», sagt Siegenthaler schmunzelnd.

 

Auch in der Küche geht mal etwas schief

Abseits der Küche verbringt Siegenthaler ihre Zeit am liebsten zu Hause oder auf ihrem Motorrad, einer Honda 700. Aufgewachsen ist sie auf einem Bauernhof. Zu Hause kocht sie am liebsten unkompliziert: etwas aus der Pfanne, dazu Gemüse oder Salat.

Dass auch einer erfahrenen Köchin Missgeschicke passieren, weiss sie aus eigener Erfahrung. Aus ihrer Lehrzeit erinnert sie sich an eine Creme-Fontäne im Treppenhaus oder Gläser, die durch die Luft flogen. «Es ist weniger geworden», sagt sie, «aber ab und zu passiert es immer noch.»

 

Im Februar geht es um den Titel

Am 22. Februar 2027 tritt Siegenthaler im Kursaal Bern gegen vier weitere Köche an. Darunter ist auch Simon Grimbichler, Sous Chef bei restolike in Hindelbank.

 

Im Finale müssen die Teilnehmenden innerhalb von fünfeinhalb Stunden ein Fisch- und ein Fleischgericht für jeweils zwölf Personen zubereiten. Bewertet werden die Kreationen von einer Fachjury unter dem Vorsitz von Franck Giovannini.

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Fünf Kochtalente treten im Februar 2027 gegeneinander an (v.l.n.r.): Simon Grimbichler, Nino Schüpbach, Jakub Baron, Stefanie Siegenthaler, Stéphane Demarcq (Foto: Jonas Weibel)

Der Goldene Koch

Der «Goldene Koch» gilt laut Veranstalter als grösster und etabliertester Live-Kochwettbewerb der Schweiz. Er findet alle zwei Jahre im Kursaal Bern statt und wurde vor über 30 Jahren ins Leben gerufen.

 

Seit 1991 wurde der Titel 21-mal vergeben. Zu den bisherigen Gewinnern gehören unter anderem Franck Giovannini, Rolf Fuchs und Shaun Rollier. Amtierender Titelträger ist João Coelho, der den Wettbewerb im Februar 2025 gewann.

 

Beim Finale treten fünf Köchinnen und Köche gegeneinander an. Sie müssen innerhalb von fünfeinhalb Stunden zwei Gerichte für jeweils zwölf Personen zubereiten.

 

Nächstes Finale: 22. Februar 2027, Kursaal Bern.

Weitere Informationen: www.goldenerkoch.ch


Autor:in
pd/pg, info@bern-ost.ch
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Erstellt: 17.10.2026
Geändert: 17.10.2026
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